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25.02.2015

Fuggerstadt hat Appetit auf Energie

Konzept soll Verbrauch erfassen

Die Diskussion begann mit voller Energie – doch nach nahezu zwei Stunden voller „Einsparpotenziale“, „strukturierten Vorgehensweisen“ und „umsetzungsorientierten Konzepten“ schienen sich in Reihen des Stadtrates dann doch Ermüdungserscheinungen bemerkbar zu machen. Die Vertreter zweier Unternehmen hatten ausführlich berichtet, wie sie einen Energienutzungsplan erstellen würden, sollten sie dafür einen Zuschlag erhalten. So soll der Verbrauch von Wärme und Strom nach Stadtvierteln erfasst und dargestellt werden. Je nach Situation ließen sich Sparmaßnahmen oder Alternativen bei den Versorgungsquellen aufzeigen, hieß es. Als Beispiele wurden etwa Biogasanlagen und die Müllverbrennungsanlage im Eschach angeführt.

Jetzt sollten die Räte entscheiden, wer den Auftrag erhält – eine Allgäuer Firma (Angebot: 54600 Euro) oder eine aus Landshut (für 35800 Euro). Als nach eindreiviertelstündiger Debatte noch keine Entscheidung in Sicht war, wollte Bürgermeister Wolfgang Fendt den Energienutzungsplan mit Blick auf die noch proppenvolle Tagesordnung vertagen. „Nö“, lehnte Herbert Richter (SPD) diesen Vorstoß ab. Seine Fraktion hatte sich seit längerer Zeit für den Plan stark gemacht. „Seit zwei Jahren tun wir rum, das entscheiden wir heute.“ Aus Sicht Josef Wanners (CSU) waren genug Worte gewechselt – er beantragte eine sofortige Abstimmung, war allerdings als einziger dafür.

Günstigster Anbieter erhielt keine Einladung

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Sein Fraktionskollege Franz-Josef Niebling wollte wissen, warum ein dritter Anbieter nicht in die Sitzung geladen worden war, obwohl dieser das günstigste Angebot (28300 Euro) vorgelegt hatte. Eie Antwort wusste Experte Erich Maurer aus Nürnberg, der insgesamt vier Angebote im Auftrag der Stadt Weißenhorn geprüft hatte. Das Unternehmen habe bei seiner Vorgehensweise zum Energiekonzept die Prioritäten so gesetzt, dass es Probleme bei der staatlichen Förderung geben könnte. Diese mache mit 70 Prozent einen großen Anteil aus.

Die Räte vergaben den Auftrag schließlich an den Bewerber aus Landshut. Der Energienutzungsplan soll in neun bis zehn Monaten vorliegen, war in der Stadtratssitzung zu erfahren. (caj)

Die Diskussion ist geschlossen.

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