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Wettbewerb

24.11.2014

Ganz allein im Rampenlicht

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Die „Beste der Besten“ war Larissa Frank – sie leitete die Siegerehrung mit ihrem Waldhorn ein.

45 junge Musiker messen sich in Senden – sie spielen als Solisten und in Duos

Hier gibt’s kein Play-back und kein Karaoke: Jeder Ton ist Natur. Die 45 Jungmusikanten aus zwölf Vereinen des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM), die sich am Kammermusikwettbewerb 2014 in Senden beteiligt haben, boten ohne Netz und doppelten Boden 39 Solo-Duo-Vorträge mit zum Teil höchsten Schwierigkeitsgraden. Übereinstimmend sprachen alle Mitglieder der Fachjury von „durchweg hervorragenden Leistungen“. 23 Jugendliche erreichten in der Wirtschaftsschule in Senden über 90 von 100 möglichen Punkten: Für sie geht es damit 2015 zum Landesentscheid nach Buchloe. Die Besten aus der jeweiligen Instrumentenkategorie wurden als ASM-Pokalsieger gekürt.

Die Laudatio für die Wettbewerbsteilnehmer hielt die Jungdirigentin und mehrmalige ASM-Landessiegerin Julia Götz in Vertretung ihres Vaters, des ASM-Jugendleiters Achim Götz. Sie wusste aufgrund ihres eigenen musikalischen Weges, wovon sie redete, als sie bei der Siegerehrung sagte: „Wer hier teilgenommen hat, braucht Mut.“ Es sei nicht einfach, als Solist vor Fachleuten aufzutreten, meinte sie. In einer Kapelle von über 30 Musikern könne sich der Einzelne schon mal verstecken und an seinen Nebenmann dranhängen, weil er bei Unsicherheiten wisse, dass seine Stimme doppelt besetzt sei. Da könne man schon hoffen dass ein anderer bläst, weil man es selbst „nicht bringt“. Bei Solisten höre man dagegen jeden Fehler und jeden Aussetzer. Gerade deshalb sei es wichtig, dass sich die ASM-Jugendlichen dieser Herausforderung stellen, denn wer bereit sei, beim Wettbewerb teilzunehmen, der werde auch in seiner Heimatkapelle in der Lage sein, eine Führungsrolle zu übernehmen. Deshalb gebe es bei diesem Wettbewerb auch nur Sieger, was die knapp beieinanderliegenden Wertungen zeigten.

Auch der ASM-Bezirksvorsitzende Rainer Lohner bezeichnete die Teilnahme am Wettbewerb als Mutprobe. „Es zeugt von Selbstbewusstsein, sich allein oder zu zweit ins Rampenlicht zu stellen“, sagte er zu den Jugendlichen. Jeder von ihnen habe eine Auszeichnung verdient. „Musik ist ein ganz besonderer Schatz für eine Gemeinde und für einen Landkreis“, lobte Sendens Gastgeber, Bürgermeister Raphael Bögge die Teilnehmer. „Bleibt dran, dann habt ihr ein Hobby, das Sozialkompetenz schafft und lebenslang euch selbst und anderen Freude bereitet“, sagte der Rathauschef und erzählte von seinem musikalischen Weg als Trompeter.

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Schwester und Bruder auf den Plätzen eins und zwei

Unabhängig von der Qualifikation zum Folgewettbewerb und der vergebenen Punktezahl, wird an das beste Ensemble aus jeder teilnehmenden Kategorie der ASM-Pokal des Bezirkes 9 Neu-Ulm vergeben.

Mit einem sehr guten Ergebnis von 97,5 von 100 Punkten war Larissa Frank mit ihrem Waldhorn die „Beste der Besten“. Musikalisches Talent dürfte in der Familie liegen: 97 Punkte erreichte ihr Bruder Florian Frank auf der Tuba als Zweitbester. Beide spielen in der Musikschule Senden.

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