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Ulm/Heuchlingen

08.11.2019

Gardena baut neues Werk für 15 Millionen Euro

Mit dem Spatenstich haben am Freitag offiziell die Bauarbeiten für eine Erweiterung des Gardena-Werks in Heuchlingen begonnen.
Bild: Husqvarna

Die Großinvestition vor den Toren Ulms wird durch Umsatzsteigerung der Husqvarna-Tochter notwendig. Die Bedeutung von Gardena ist zuletzt gestiegen.

Mit dem Spatenstich haben am Freitag die Bauarbeiten für eine Erweiterung des Gardena-Werks in Heuchlingen begonnen. Rund 15 Millionen Euro investiert das Gartenunternehmen aus Ulm in rund 5000 Quadratmeter zusätzliche Produktionsfläche, neue Maschinen und Automatisierung sowie eine neue Kantine.

In dem Fertigungsbetrieb, der ein der Ulmer „Division“ ist, wie es firmenintern heißt, werden jährlich etwa 13500 Tonnen Kunststoff im Spritzgießverfahren verarbeitet und die Produkte teilweise zu fertigen Baugruppen montiert, zum Beispiel für die bekannten Schlauchkupplungen oder Gartenbrausen. Mit der Erweiterung soll die Kapazität bei geplanter Fertigstellung im September 2020 um zehn Prozent erhöht werden und für die Zukunft weiteres Wachstumspotenzial bieten.

Neues Gardena-Werk in Heuchlingen bei Ulm

Erforderlich wurde der Ausbau durch die erfolgreich Geschäftsentwicklung der Marke Gardena und der damit einhergehenden Absatzsteigerung. In den Jahren 2015 bis 2018 hatte das Unternehmen unter dem Dach der schwedischen Husqvarna-Gruppe mit Sitz in Ulm seinen weltweiten Umsatz um 46 Prozent auf 663 Millionen Euro steigern können. Dies schlägt sich auch in den Beschäftigungszahlen nieder: Vor zwei Jahren arbeiteten noch 1660 Menschen an den regionalen Standorten, zuletzt waren es 1860. Der Löwenanteil davon im Donautal mit über 1000.

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„Wir arbeiten in diesem Werk bereits im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr bei durchgehend hoher Auslastung unserer Kapazitäten. Ohne die Erweiterung könnten wir die weiterhin steigende Nachfrage nicht mehr bedienen“, sagte Werkleiter Michael Kieser. Wenn das Gebäude fertiggestellt ist, werden hier neue Maschinen und Produktionsanlagen einziehen. Am Standort werden „einige zusätzliche“ Arbeitsplätze entstehen. Eine genaue Zahl nennt Gardena nicht. Bereits heute ist Gardena der größte Arbeitgeber in Heuchlingen mit derzeit rund 300 Beschäftigten. Der Standort vor den Toren Ulms hat eine große Tradition in der Gartenfirma: Heuchlingen war das erste produzierende Werk des Herstellers. Infolge wurde das Werk kontinuierlich ausgebaut und kontinuierlich in die neueste Technologie investiert. Heute gehöre es zu den modernsten kunststoffverarbeitenden Betrieben Deutschlands. „Mit der aktuellen Investition bleibt dieser Standort auch weiterhin international wettbewerbsfähig und eine der tragenden Säulen unseres Geschäftserfolgs“, sagt Wolfgang Engelhardt, verantwortlich für die weltweiten Produktionsstätten von Gardena.

Husqvarna-Tochter Gardena aus Ulm ist nun auch für drei andere Marken verantwortlich

Seit 1968 hatte zunächst die Firma Wara-Plast mit damals 20 Mitarbeitern im Turbinenhaus des ehemaligen Dieselkraftwerks Kunststoffteile für Gardena produziert. Ab 1970 hatte sich Gardena zunächst an dem damaligen Zulieferer beteiligt und diesen später komplett übernommen.

Die Bedeutung der Ulmer „Division“ hat in jüngster Zeit wie berichtet zugenommen. 2018 hatte der Mutterkonzern Husqvarna die Auflösung der „Consumer Brands Division“ bekannt gegeben. Das Geschäft in Europa mit den Marken McCulloch, Flymo und Universal, das rund 15 Prozent der Division ausgemacht hat, wurde damit Gardena zugeordnet. (heo/az)

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