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Ulm

25.01.2015

Gaudiwurm um Münsterturm

Rund 4500 Teilnehmer ziehen beim Narrensprung durch Ulm.
Bild: Andreas Brücken

Beim „Ulmzug“ ziehen über 4500 Hästräger durch die Gassen der Ulmer Innenstadt und locken wieder Tausende Besucher aus nah und fern an.

Hexen, Geister, Wassermänner und Co. – in der Münsterstadt haben am Wochenende die Fastnachter die Innenstadt übernommen. Beim großen Fasnachtsumzug der Narrenzunft Ulm, traditionell am dritten Sonntag vor der Faschingswoche, fanden am gestrigen Sonntag über 4500 Hästräger aus nah und fern in die Stadt an der Donau. So waren Gruppen teilweise aus Österreich, Lichtenstein und der Schweiz angereist. Begleitet von Narrenrufen wie „Zong – raus!“, „Übr dr Gosch –hogget dr Frosch“ und „Zelli, Zella, Zello“, zogen die Fasnachter durch die Straßen. Vorbei an circa 15000 Zuschauern ging es für die rund 100 Gruppen durch die Gassen rund ums Münster. Der 1,5 Kilometer-lange Zug aus Narrenzünften, -gilden und Musikgruppen startete pünktlich um 13.13 Uhr hinter dem Münster, wo bereits Hunderte Zuschauer am Straßenrand warteten. Vom Startpunkt am Judenhof bahnte sich der Zug einen Weg bis zum Kornhaus. Weiter ging es durch die Herrenkellergasse, zur Platzgasse bis hin zum Münsterplatz, wo im aufgebauten Narrenzelt die Fasnachter bereits seit den Morgenstunden für gute Stimmung sorgten. Da machte es auch nichts, dass gegen Mittag ein Wind aufzog, der besonders am Münsterplatz dem ein oder anderen Besucher durch Mark und Bein zog.

Besser haben es da Julia und ihre Freundin Janine, die sich in den windstilleren Ecken um das Kornhaus ein Plätzchen gesucht haben. Zusammen mit ihren Mamas machen sie es sich ganz vorne in der ersten Reihe gemütlich. Von da aus haben die beiden Dreijährigen den besten Blick – und die beste Chance, Süßigkeiten zu fangen. „Ich habe zwei Beutel dabei“, erklärt Janine in ihrem Feenkostüm und der Hoffnung, diese bis zum Ende des „Ulmzugs“ füllen zu können. Für sie und ihre Mama Sandra Manz aus Illertissen, ehemaliges Mitglied der Narrenzunft Illertaler Wasserbätscher, ist Fasching ein Pflichttermin. „In Ulm ist es immer toll, weil es hier nicht so viele Wägen gibt. Ich mag die alemannisch-schwäbische Fasnacht, mit dem Häs und den Holzmasken“, so Manz.

Ähnlich geht es auch den beiden Freundinnen Meike und Kristina, die ein paar Hundert Meter weiter am Straßenrand stehen. Beide haben weiß-rosa Hasenohren auf dem Kopf, auf die Wange ist ein rosafarbenes Herz gemalt. „Ich finde das hier ganz toll“, ruft Meike über die Musik hinweg. „Ich bin in Hamburg aufgewachsen und da gibt es so etwas gar nicht“, sagt die 26-Jährige. „Besonders die Masken sind klasse.“ Und davon gab es reichlich zu bestaunen: Die Höllteufel Alttann mit ihren schwarz-roten Teufelsmasken oder die schwarzen und weißen Wolfspelze der Narrenzunft Burgrieden.

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Bis zum Aschermittwoch am 18. Februar haben die Narren das Sagen in der Stadt. Bis dahin stehen noch einige Termine an: Am „Schotzigen Dunschtig“, 12. Februar, bläst das Narrenkomitee Ulm/Neu-Ulm zum Sturm auf das Neu-Ulmer Rathaus. Tags drauf steht die „Nachthemd und Dirndl“-Party an, bevor am Faschingsdienstag die Fasnacht wieder aus der Stadt getrieben wird.

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