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Holzheim

10.11.2020

Gemeinde Holzheim finanziert Leibipfad vor - doch wer pflegt ihn?

Auch der sogenannte Römerturm oberhalb Neuhausens soll als markantes Bauwerk in den geplanten Leibipfad eingebunden werden.
Bild: Willi Baur

Plus Die Rundweg-Planung ist auf der Zielgeraden. Infotafeln, Spielgeräte und Gastronomie-Angebote sollen eingebunden werden. Ein Punkt bleibt fraglich.

Die Planung steht, eine Kostenschätzung liegt vor und die zuständige Lenkungsgruppe hat das Projekt inzwischen als förderfähig anerkannt: Damit steht einer Realisierung des sogenannten Leibipfades in Holzheim nichts mehr im Wege. Haushaltsmittel für den Bau des Rundwanderweges zwischen den beiden Ortsteilen sollen im Etat des nächsten Jahres ausgewiesen werden.

Das hat der Holzheimer Gemeinderat am Montag nach einer kurzen Debatte einstimmig beschlossen. „Die Maßnahme ist meines Erachtens auch in schwierigen Zeiten gerechtfertigt, denn wir schaffen damit einen echten Mehrwert für die Gemeinde“, hatte Bürgermeister Thomas Hartmann eingangs für das auf rund 30.000 Euro veranschlagte Projekt geworben.

Gemeinde Holzheim muss Hälfte des Leibipfads bezahlen

Die Kommune muss es zwar vorfinanzieren, aber die Hälfte davon soll später aus Leader-Fördermitteln der EU in die Gemeindekasse zurückfließen. Auch damit zeigte sich das Gremium jetzt einverstanden. Grundsätzlich beschlossen worden war das Vorhaben bereits im November vor zwei Jahren.

Wie Zweiter Bürgermeister und Projektleiter Michael Kling (CSU/Dorfgemeinschaft) berichtete, liegen bereits verbindliche Angebote für die Umsetzung des Konzepts vor. Demnach soll der Rundweg nicht nur markante Örtlichkeiten wie den Neuhausener Römerturm und die Grotte beim Kellerberg einbinden, sondern auch mit verschiedenen informativen oder unterhaltsamen Elementen versehen werden, Spielgeräten und Liegebänken etwa.

Neuer Leibipfad in Holzheim: Diskussionen über den Unterhalt

Lokale gastronomische Angebote an der Route werden Kling zufolge ebenfalls berücksichtigt. Eine von Ratsmitglied Martin Volk (UWH) angeregte finanzielle Beteiligung der Betreiber will die Gemeinde nicht anstreben. „Das sehen die Fördervorgaben auch nicht vor“, machte Caroline Nähring (CSU/Dorfgemeinschaft) deutlich. „Hier stehen andere Aspekte im Vordergrund, Beiträge von Gastwirten sind kein entscheidender Faktor“, meinte Dagmar Sokol-Prötzel (Grüne).

Nicht aufgreifen wollte das Gremium auch den Vorschlag von Karl Junginger (FWG), in diesem Zusammenhang einen Grasweg im nördlichen Bereich entlang der Leibi zu befestigen, „vergleichbar dem Rothuferweg in Pfaffenhofen“. Das sei bereits diskutiert, aber schnell wieder verworfen worden“, erwiderte Michael Kling. „Dann lägen die Kosten bei 75.000 Euro.“

Auch der Bürgermeister plädierte für Zurückhaltung: „Lasst uns doch erst einmal den ersten Schritt machen.“ Dass der Leibipfad nach seiner Fertigstellung von der Gemeinde im Rahmen des Wegeunterhalts gepflegt werden soll, wurde zwar im Konsens beschlossen. Aber Jungingers Skepsis blieb unausgeräumt: „Wer soll das machen?“, fragte er in die Runde, „unsere Mitarbeiter sind doch jetzt schon ausgelastet“.

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