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Ulm

04.07.2013

Gerät die Bahntrasse Ulm-Stuttgart ins Stocken?

Bei den Tunnelarbeiten für das Bahnprojekt Stuttgart 21 gibt es offenbar große Probleme mit dem Brandschutz. Die Baustelle könnte laut Medienberichten sogar stillgelegt werden.
Bild: Alexander Kaya

Bei den Tunnelarbeiten für das Bahnprojekt Stuttgart 21 gibt es offenbar große Probleme mit dem Brandschutz.

Die Baustelle könnte laut Medienberichten sogar stillgelegt werden. Es fehlten ein Konzept für den Tunnelbau bei Hohenstadt (Kreis Göppingen) entlang der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm sowie Fachpersonal, sagte der Göppinger Kreisbrandmeister Michael Reick. „Die Vorhabenträgerin muss eine Gruben- und Rettungswehr stellen. Die haben aber keine Wehr.“

Derzeit sprengen sich Tunnelbauer bei Hohenstadt durch die Alb – 140 Meter weit sind bereits vorangekommen, heißt es im Bericht einer örtlichen Zeitung. Täglich kommen fünf Meter hinzu. Kreisbrandmeister Reick ist besorgt: Denn ab einer Tunnellänge von 200 Metern könnten die Freiwilligen Feuerwehren nicht mehr für Sicherheit sorgen. Dies müsse dann der Tunnelbauer übernehmen.

Ein Sprecher der Bahn beschwichtigte: „Bei Tunnelbauten werden alle nationalen Vorgaben für unterirdisches Bauen erfüllt. Es wird damit auch absolut planfeststellungskonform gearbeitet.“ Der Konzern gehe von „einer einvernehmlichen Lösung sowie einem ungestörten weiteren Bauablauf“ aus.

Wie die Zeitung weiter berichtet, hat auch die für den Brandschutz auf der Baustelle verantwortliche Landesbergdirektion in Freiburg Bedenken: Aus der Behörde verlaute, „sollte es nicht gelingen, rechtzeitig ein Konzept vorzulegen“, sei auch ein Baustopp denkbar. Der kritische Punkt seien jene 200 Meter Vortrieb, die „mit üblicher Ausbildung noch beherrscht werden können“. Allerdings heiße es auch: „Die Stilllegung der Baustelle ist das allerletzte Mittel.“

Seit gut zwei Wochen sprengen sich die Arbeiter durch die Alb. Der Steinbühltunnel soll 4,8 Kilometer lang werden. Am 19. Juli werden Bahnchef Rüdiger Grube und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) erwartet. (dpa, lsw)

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