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Kultur

13.10.2017

Geschichten aus dem Schwobaland

Bei den Krauthäfa spielt jeder einmal eine Hauptrolle. In diesem Sketch sind das Tina Stadtelmeyer (links) und Anita Strobel.
Bild: Dorina Pascher

Alle zwei Jahre tritt die Gruppe Krauthäfa im Weißenhorner Theater auf. In schwäbischem Dialekt spielen die Darsteller Begebenheiten aus dem Alltag nach

Eine Frau spaziert mit dem Kinderwagen entlang. Das Baby darin schreit. Ein Mann tritt an sie heran und sagt: „Ja, moi, isch des a goidigs Butzele.“ Der Kleine schreit weiter. Die Frau sagt etwas verzweifelt: „Warum isch ma denn so batzig?“

Der schwäbische Dialekt und Geschichten aus dem Alltag – das machen die Stücke der Theatergruppe Krauthäfa aus Beuren aus. Denn die Sketche kommen direkt aus dem Alltag, wie Krauthäfa-Gründerin Maria Störk sagt: „Es sind Geschehnisse, in denen sich jeder wiederfindet.“

Neun Szenen, neun abgeschlossene Handlungen: Alle geschrieben von Maria Störk, die auch Vorsitzende der Matzenhofer Schwabengilde ist. Inszeniert wurden sie gemeinsam mit Regisseur Christoph Schlander. Zwölf Darsteller, die perfektes Schwäbisch sprechen, präsentieren die Sketche auf der Bühne. Vom heutigen Freitag an ist das Stück „Es menschalat im Schwobaland“ im Stadttheater Weißenhorn zu sehen.

Alle zwei Jahre veranstaltet die Beurener Spielgruppe dort Aufführungen. Öfters sei kaum möglich, sagt Maria Störk. Denn bereits ab Mai müsse geprobt werden. Einmal in der Woche treffen sich die Krauthäfa in der Alten Schule in Beuren und bereiten sich für den großen Auftritt vor. Seit einigen Tagen sind die Darsteller jeden Abend im historischen Theater und schauen, dass alles zusammenpasst: das Spiel, das Licht, die Technik und das Bühnenbild. Denn der Auftritt im Stadttheater ist für die Gruppe nicht gerade günstig. 1500 Euro muss sie nach eigenen Angaben für sechs Spielabende bezahlen.

Das Geld, dass sie einnehmen, wird für wohltätige Zwecke gespendet. „Vor zwei Jahren ging es in die Kirchenrenovierung“, erklärt Maria Störk. Die Darsteller werden lediglich mit einem gemeinsamen Abendessen zum Abschluss entschädigt. „Und natürlich ist der Applaus unser Lohn“, sagt die Krauthäfa-Gründerin. Sie hofft, dass am Ende jedes Aufführungs-Abends die Zuschauer mit Lachfalten das Weißenhorner Theater verlassen. Denn nicht nur die Sketche sollen das Publikum zum Lachen bringen. Vielleicht entdeckt der eine oder andere einen urschwäbischen Ausdruck: von reas über Muckasäckele bis zur Gois.

Die Krauthäfa spielen an den Freitagen und Samstagen, 13., 14., 20. und 21. Oktober jeweils um 20 Uhr. An den beiden Sonntagen 15. und 22. Oktober beginnt das Stück um 18 Uhr. Zusätzlich findet am 22. Oktober um 14 Uhr eine Vorstellung statt. Tickets gibt es in der Schlegelschen Buchhandlung in Weißenhorn und im Modehaus Bausch in Pfaffenhofen.

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