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Ay

26.10.2019

Gibt es in Senden dünnere gelbe Säcke als andernorts?

Die Hauptstraße bereitet den Ayern Sorgen.
Bild: Angela Häusler

Bei der Bürgerversammlung wird auch das Aussehen der Säcke bemängelt. Hauptthema in Ay sind zu schnelle Autofahrer auf der Hauptstraße.

Lärm und Gefahren durch zu viele Autos und Lastwagen beklagten die Bewohner von Ay bei der Bürgerversammlung des Ortsteils am Donnerstagabend. Rund 70 Interessierte ließen sich dabei in der Festhalle über die aktuelle Lage Sendens informieren.

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Vor allem die Hauptstraße gab den Bürgern Anlass zur Sorge. Es werde zu schnell gefahren, aus der Wiesentalstraße komme man morgens kaum heraus, sagte ein Sendener. Andere Redner forderten ein Tempolimit auf 30 km/h. Das freilich lasse sich nicht umsetzen, so der Bürgermeister, der diese Forderung auch aus den anderen Bürgerversammlungen kennt: Da es bei der Hauptstraße um eine Staatsstraße geht, hat die Kommune dies nicht zu entscheiden und laut dem zuständigen Staatlichen Bauamt Krumbach gibt es für ein Limit „keine Chance“, so Bögge. Weder der Verweis auf Reutti noch der auf Bellenberg lieferten den Sendenern bei übergeordneten Behörden Argumente für ihren Wunsch. „Wir würden liebend gerne etwas machen – aber wir haben als Stadt keine Einflussmöglichkeiten“, so Bögge.

Zebrastreifen in Ay etwas verschieben?

Das gilt auch für den Zebrastreifen nahe der Grundschule Ay, den eine Anwohnerin gerne ein wenig verschieben würde, da er ungünstig in einer Kurve liege. Die Autos seien auch dort zu schnell, „es ist ein Wunder, dass die Kinder da morgens drüber kommen“, so die Frau. Eine zusätzliche Ampel forderte eine andere Zuhörerin. Doch auch da konnte Bögge nichts versprechen – laut Straßenbauamt bestehe kein Handlungsbedarf. Für eine Ampel brauche es mindestens 50 Querungen in der Spitzenstunde. Die Stadt könne eine erneute Zählung durchführen und werde an der Schule, wo ja bereits Tempo 30 herrscht, wieder Geschwindigkeitstafeln aufbauen. Ob das Tempolimit vor der Schule nicht wenigstens bis zum Seniorentreff ausgedehnt werden könnte, frage ein anderer Sendener. Auch da sah Bögge kaum Chancen.

Gibt es in Senden dünnere gelbe Säcke als andernorts?

Wie es mit dem geplanten Neubau am ehemaligen Kino weitergehe, wollte ein anderer Bürger wissen. Seit dem Abriss des Hauses liege die Baustelle brach. Das konnte auch die Verwaltung nicht beantworten. Es bestehe aber für den Bauherrn die Verpflichtung, innerhalb von vier Jahren zu bauen.

Gelbe Säcke verschandeln das Ortsbild

Dauerthema in vielen Bürgerversammlungen ist der gelbe Sack: Die Säcke würden oft viel zu früh herausgestellt und verschandelten das Ortsbild, so ein Fragesteller. Außerdem seien die Säcke in Senden sehr dünn, anderswo fielen sie dicker aus. Warum die Säcke offenbar unterschiedlich dick seien, wisse er auch nicht, so Bögge, darauf habe die Kommune aber keinen Einfluss, da der Landkreis zentral vom Abfallwirtschaftsbetrieb mit dem Material versorgt werde. Das Abstellen der Säcke lange vor Abholdatum wiederum sei Angelegenheit der jeweiligen Besitzer.

Andere Ayer machten sich über fehlende Betreuungsplätze für Kinder Gedanken, auch angesichts des neuen Baugebiets „Untere Au“. Die Stadt müsse reagieren, pflichtete der Bürgermeister bei.

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