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Ulm

04.05.2020

Großeinsatz in Ulm: 15 Bewohner wegen eines Gaslecks evakuiert

Rund 15 Leute mussten wegen eines Gaslecks aus den Häusern gerettet werden.
Bild: Thomas Heckmann

Plus 35 Feuerwehrleute rückten am Sonntagabend zu einem Großeinsatz in Ulm aus. In einigen Kellern hat sich gefährlich viel Gas gesammelt.

Einen Großeinsatz mussten die Rettungskräfte am Sonntagabend in der Ulmer Innenstadt absolvieren, nachdem Gas aus einer defekten Gasleitung ausgetreten war. Gegen halb sieben Uhr abends bemerkten Passanten Gasgeruch in der Gideon-Bacher-Straße. Die alarmierte Feuerwehr Ulm konnte nicht nur das Gas riechen, sondern auch in drei Häusern ein explosionsfähiges Gemisch messen.

35 Feuerwehrleute waren im Einsatz.
Bild: Thomas Heckmann

Der Bus der Feuerwehr diente als Unterkunft

Die rund 15 Bewohner der drei Häuser wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Ein Bus der Feuerwehr diente als Unterkunft, vier Notfallseelsorger betreuten die Menschen während der Reparaturarbeiten. Der Rettungsdienst wurde durch ehrenamtliche Helfer des Bevölkerungsschutzes verstärkt, insgesamt 17 Retter waren vor Ort zum Schutz der Einsatzkräfte und Bauarbeiter sowie für die Bewohner.

Es wurden bereits Nachtquartiere organisiert

Der Einsatzleiter des Rettungsdienstes hatte in einem nahegelegenen Hotel bereits Nachtquartiere organisiert, falls die Bauarbeiter länger andauern und die Bewohner noch nicht in ihre Häuser zurückkehren können. Die Polizei sperrte mit starken Kräften und Unterstützung durch die Bereitschaftspolizei nicht nur die Gideon-Bacher-Straße, sondern auch Teile der Frauenstraße, die Bockgasse und zahlreiche umliegende Gassen bis zur Neuen Straße, damit niemand der Gaswolke ausgesetzt wird. In allen Häusern um die Baustelle herum führten die 35 Feuerwehrleute gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadtwerke Messungen der Gaskonzentration durch. Nur in den drei Häusern unmittelbar um das Gasleck herum hatte sich jeweils im Keller Gas in gefährlicher Konzentration angesammelt.

Eine Ersatzleitung wurde eingebaut

Nachdem die defekte Gasleitung durch die Stadtwerke zügig geortet werden konnte, wurde die Gasleitung von allen Seiten abgedreht. Ein Bauunternehmen baggerte die Straße oberhalb des Leitungsschaden auf und noch am Abend konnte eine Ersatzleitung eingebaut werden. Nach rund drei Stunden konnten die Bewohner in ihre Häuser zurückkehren, nicht ohne sich vorher mit lautstarkem Applaus bei den Helfern zu bedanken. Im Gespräch lobten die Bewohner die gute Betreuung durch die Hilfskräfte und auch die gute Information durch Feuerwehrkommandant Hansjörg Prinzing, der immer wieder über den Fortschritt der Bauarbeiten informierte.

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