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Neu-Ulm

15.12.2019

Großeinsatz mit Hubschrauber in Neu-Ulm

Mehrere Polizisten suchten am Sonntag an Straßen und in Garagen in Ludwigsfeld und Schwaighofen. Bereits in der Nacht waren einige Einsatzfahrzeuge aus München in der Region präsent – die Hintergründe sind bislang völlig unklar.

Plus Aufregung in der Nacht zum Sonntag: Beamte suchen stundenlang in Ludwigsfeld und Schwaighofen, ein Hubschrauber hilft mit. Die Polizei will sich erst am Dienstag zu dem Großeinsatz äußern.

Der Polizeihubschrauber kreist seit zwei Uhr morgens über Ludwigsfeld, im Tiefflug fliegt er immer wieder mehrere Straßen ab. Über Stunden ist der Hubschrauber unterwegs – nachts mit Suchscheinwerfer und Nachtsichtkameras, tagsüber sucht die Besatzung die Straßen aus der Luft mit hochauflösenden Videokameras ab. Dieses Szenario spielt sich über den südlichen Stadtteilen von Neu-Ulm ab. Die Polizei hält sich derzeit noch bedeckt, nach Informationen unserer Redaktion hat es mehrere Festnahmen gegeben. Zeugen haben ungewöhnliche Vorfälle beobachtet. Das LKA gab am Montag lediglich bekannt, dass es um Ermittlungen im Drogenmilieu geht. Details will die Polizei erst am Dienstag nennen.

Zusätzlich zum Hubschrauber sind am Sonntag in allen Straßen immer wieder Polizeifahrzeuge zu sehen, überwiegend Kleinbusse mit Münchner Kennzeichen statt der in der Region üblichen aus Kempten. Den Beschriftungen am Fahrzeug nach handelt es sich um Unterstützungskräfte der bayerischen Bereitschaftspolizei.

Polizeieinsatz mit Kameras und Hubschrauber: Es ging um Drogen

Die Hintergründe des Einsatzes waren zunächst völlig unbekannt. Wegen des laufenden Einsatzes wollten sich weder die Polizeiinspektion Neu-Ulm noch die Einsatzzentrale des Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten am Sonntag äußern. Auch am Montag hielt sich die Polizei weitgehend bedeckt. Immerhin gab sie bekannt, dass es um einen Drogenfall ging: "Es ist ein großer Rauschgifteinsatz unter Leitung des LKA", sagte Ludwig Waldinger, stellvertretender Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des bayerischen Landeskriminalamts. Details werde das LKA bei einer Pressekonferenz am Dienstag in München bekannt geben.

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Mehrere Anwohner der südlichen Stadtteile haben sich bei der Polizei in Neu-Ulm telefonisch erkundigt, warum der Hubschrauber so lange über ihren Häusern stand und mit dem Suchscheinwerfer gearbeitet hat. Auch sie bekamen keine Details zu hören, aber die freundliche Antwort, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe.

Ein Hubschrauber kreiste lange über Ludwigsfeld.

Augenzeugen berichteten unserer Redaktion von größeren Aktionen noch vor vier Uhr morgens im südlichen Schwaighofen. Es soll dabei mehrere Festnahmen gegeben haben. Gegen halb drei Uhr morgens beobachtete etwa eine Anwohnerin, wie im Industriegebiet Schwaighofen eine junge Frau und zwei Männer von einem Firmengelände liefen. Noch bevor die Zeugin die Polizei anrufen konnte, positionierte sich der Suchscheinwerfer des Polizeihubschraubers über den Flüchtenden.

Polizisten suchen bis zum Morgen die Straßen ab

Gegen halb vier Uhr morgens kam es zudem zu einem Verkehrsunfall in der Von-Liebig-Straße mit mehreren Fahrzeugen. Zeugen sahen einige Polizeibeamte in schwarzen Einsatzoveralls und ein Fahrzeug, das an der Beifahrerseite massiv beschädigt war. Ob der Fahrer versuchte, zu flüchten und dabei einen Unfall baute, oder ob das Auto von der Polizei gestoppt wurde, ist unbekannt.

Am Sonntagvormittag suchten Polizisten in der Region immer noch nach Beteiligten, Streifenwagen fuhren zum Beispiel über den Verkehrsübungsplatz in Ludwigsfeld und Beamte durchsuchten größeres Gebüsch. Zudem sahen Zeugen, wie Hütten und Garagen hinsichtlich Aufbruchspuren kontrolliert wurden.

Um die Mittagszeit flog der Hubschrauber dann wieder zurück in Richtung München und auch die Sonderkräfte verließen die Straßen. Details zu dem Einsatz und zu möglichen Festnahmen haben Polizei und Staatsanwaltschaft für Anfang dieser Woche angekündigt.

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