1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Großer Andrang bei fairem Duell

Politik

26.02.2014

Großer Andrang bei fairem Duell

Hart aber fair verlief das Kandidatenduell zwischen Bürgermeister Joachim Eisenkolb (links) und seinem Herausforderer Jürgen Salzmann.
Bild: Manfred Deger

Über 600 Bürger verfolgen in Elchingen das Rededuell zwischen Bürgermeister Eisenkolb und Herausforderer Salzmann, die ihre Positionen zu verschiedenen Themen klarstellten

Elchingen Der Kommunalwahlkampf geht in seine heiße Phase und in Elchingen scheinen die Tage vor dem 16. März noch besonders spannend zu werden. Zumindest lässt das Interesse der Bürger darauf schließen, von denen jüngst rund 600 zu einer Podiumsdiskussion mit Bürgermeister Joachim Eisenkolb und seinem Herausforderer Jürgen Salzmann kamen. Baugebiete, Nahversorgung, Asylbewerber, Ehrenamt oder Hauptschule – all diese Themen wurden dabei von den Kontrahenten behandelt. Manchmal in hartem, immer aber in fairem Ton. Am Ende der Veranstaltung, die von der Südwest Presse organisiert worden war, trennten sich die beiden mit einem „Viel Glück“ und einem gegenseitigen Handschlag.

Bauplätze: Eisenkolb will ein Flächenkataster über verfügbare innerörtliche Flächen anlegen und vor allem Elchinger Bürgern zur Verfügung stellen. Salzmann meinte, ein solches Kataster sei nur sinnvoll, wenn auch innerörtliche Flächen zur Verfügung stünden. Bisher habe es noch nicht einmal eine Befragung der Grundstücksbesitzer gegeben.

Nahversorgung: Bezüglich des Real-Gebäudes habe Eisenkolb im gegenseitigen Vertrauen Kontakte aufgebaut, leider ohne Erfolg. Wenn diese zu keinem Ergebnis führten, käme für ihn auch ein anderer Standort für einen Supermarkt in Betracht. Salzmann schlägt hier eine Zusammenarbeit mit örtlichen Handelsunternehmen vor, die Kontakte zu den großen Anbietern hätten und mit diesen zu einem effektiveren Ergebnis kommen könnten.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Asylbewerber und Ehrenamt: Eisenkolb verlangt von den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern des Helferkreises der Asylbewerber die Unterzeichnung eines Mietvertrages für das gemeindeeigene, ehemalige evangelische Gemeindehaus in Unterelchingen. Es dient als Sammelstelle für Kleiderspenden. Der Mietvertrag beinhaltet auch die Haftung in Versicherungsfragen. Der Helferkreis könne auch nicht anders behandelt werden als jeder andere Verein, ansonsten freue er sich sehr über das Engagement der Ehrenamtlichen. Salzmann betonte, dass dieser Helferkreis eine einmalige Einrichtung im gesamten Landkreis sei und dass man diesen nicht mit einem Verein vergleichen dürfe. Er kann nicht verstehen, dass man ehrenamtliche Helfer, die mit dem Gebäude nichts zu tun haben, vertraglich in die Haftung nehmen wolle. Er sei überzeugt, dass in einem Gespräch mit den Verantwortlichen des Landratsamtes solche Fragen anders als per gesetzlicher Verfügung gelöst werden könnten.

Mittelschule: Eisenkolb verweist auf die mehrfach vom Gemeinderat beschlossene, etwa fünf Millionen Euro kostende Generalsanierung des Gebäudes, dessen Sanierung mit 1,3 Millionen Euro staatlich bezuschusst wird. Salzmann sagt, dass der staatliche Zuschuss für 25 Jahre zweckgebunden, also an den Weiterbestand der Schule als Mittelschule gebunden sei. Er ist der Meinung, dass erst geklärt werden müsse, ob bei einer Nutzungsänderung der Zuschuss zurückgezahlt werden muss.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20180622_Heckmann_A7_Nersingen_Unfall_Wohnmobil_1478(1).tif

Urlaubsgepäck liegt auf der Autobahn

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen