1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Großprojekte in Neu-Ulm kommen voran

Neu-Ulm

19.10.2019

Großprojekte in Neu-Ulm kommen voran

Das ehemalige Neu-Ulmer Kriegsspital soll umgebaut werden.
Bild: A. Kaya

Neu-Ulmer Ausschuss beschließt Bebauungspläne für Vorhaben am Bahntrog und das Gelände des ehemaligen Kriegsspitals.

Gleich mehrere Großprojekte hat der Neu-Ulmer Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt in seiner jüngsten Sitzung am späten Donnerstagnachmittag vorangebracht – und das zum Großteil ohne weitere Diskussion.

Bahntrog: Auf einem 10.000 Quadratmeter großen Grundstück der Reuttier Straße zwischen Bahntrog und Bahnhofsstraße sollen unter anderem ein Hotel und rund 100 Wohnungen entstehen. Bereits 2013 hat Investor Bekir Cam das Gelände in einem Bieterverfahren gekauft – und zunächst jahrelang darauf warten müssen, dass sein geplantes Projekt realisiert werden kann. Nun hat der Ausschuss die beiden dazugehörigen Bebauungspläne beschlossen. „Was lange währt, wird endlich gut“, freute sich Alfred Schömig (FDP). Doch nicht jeder im Sitzungssaal war zufrieden: Hans Aicham-Bomhard (CSU) stellte klar, dass seine Fraktion die derzeitigen Pläne als „mangelhaft“ ansah: Seine Partei befürchtet – trotz eines entgegensprechenden Gutachtens – nach wie vor ein Verkehrschaos. Zudem sei es nicht akzeptabel, dass die anliegende Grundstücksbesitzer etwa 300 Quadratmeter seiner Fläche abgeben müsse. Rainer Juchheim (Bündnis 90/Die Grünen) entgegnete, dass er die vorliegende Lösung nicht für die beste, aber für eine mögliche halte: Wenn der Plan abgelehnt werde, könne man davon ausgehen, dass der Investor abspringe. Der Ausschuss stimmte den Bebauungsplänen mit sieben Gegenstimmen – die CSU-Fraktion – zu.

Ehemaliges Kriegsspital: Ebenfalls voran geht es bei einem weiteren durchaus umstrittenen Vorhaben: Dem Umbau des ehemaligen Kriegsspitals zwischen Bahntrog und Glacis-Park an der Memminger Straße. Ein Privatinvestor es dabei um zwei Stockwerke erhöhen, insgesamt 55 Wohnungen sollen darin entstehen (wir berichteten). Auf der Fläche des gegenüberliegenden Flachbaus, in dem derzeit ein Casino untergebracht ist, soll ein gestaffeltes Gebäude mit fünf und acht Geschossen entstehen. Dafür gab es Kritik vom Förderkreis der Bundesfestung, aus denkmalfachlicher Sicht war das Projekt aber positiv beurteilt worden. Oberbürgermeister Gerold Noerenberg betonte jetzt in der Sitzung, es sei die falsche Ansicht, „eins zu eins zu bewahren“, denn: „Denkmalschutz heißt nicht, eine Käseglocke drüber zu setzen und sie Jahr für Jahr abzustauben, sondern hat nur dann einen Sinn, wenn er gelebt wird.“ Er betonte: „Hier wird sehr viel Geld investiert, um wertvolle Substanz zu schaffen.“

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

In Burlafingen entstehen eine neue Grundschule und eine neue Kita

Grundschule: Für die geplante neue Grundschule am Steigäcker Süd in Burlafingen wird nun der Bebauungsplan ausgelegt, Träger öffentlicher Belange und Bürger können dann ihre Einwände vorbringen. Ziel ist es, dass im Jahr 2023 die ersten Schüler anfangen können. Wie bei der Mark-Twain-Schule im Wiley werden die Außenanlagen während des laufenden Betriebs in Angriff genommen.

Kita: Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt stellte ebenfalls die Weichen für den neuen Kindertagesstätte neben dem Friedhof in Burlafingen und beschloss den dazugehörigen Bebauungsplan. Wie berichtet, sollen in der Kita zwei Krippen und drei Kindergartengruppen untergebracht sein.

Das könnte Sie auch interessieren:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren