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Haushalt

30.04.2020

Grünes Licht für Straßensanierung

Der Kanal und die Leitungen beim Gasthof Zahn in Unterelchingen sind baufällig und sollen saniert werden.
Bild: Andreas Brücken

In Elchingen sollen trotz drohender Folgen der Corona-Krise die Bagger anrücken

Wie ein dunkler Schatten legt sich die Corona-Krise auch über den Haushalt der Gemeinde Elchingen. Angesichts der unabsehbaren Folgen auf die Gewerbesteuereinnahmen der kommenden Monate haben die Fraktionen von CSU und von FWE jeweils beantragt, anstehende Projekte auf den Prüfstand zu stellen. Jüngst stimmten deshalb die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses erneut über den bereits im vergangenen Jahr beschlossenen Austausch der Wasserleitung und des Kanals, die Straßenbausanierung sowie den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen beim Gasthof Zahn in Unterelchingen ab.

Bernd Hiller von der Dorfgemeinschaft Oberelchingen sprach sich zwar grundsätzlich dafür aus, die geplanten Bauprojekte neu zu bewerten, wollte jedoch nicht an den zur Debatte stehenden Ertüchtigungen rütteln. Der optische Zustand der Straße gleiche einem Flickenteppich und die damit verbundenen Erschütterungen durch die Fahrzeuge würden Lärm und nicht zuletzt Schäden an den darunter liegenden Kanalrohren verursachen: „Wenn Gefahr in Verzug ist, müssen wir handeln“, betonte Hiller und wies darauf hin, dass die Gemeinde für eventuelle Schäden haften müsse.

Ähnlich schildert Karin Batke (Unabhängige Freie Wählergemeinschaft Elchingen) die Situation: „Wir haben die Verantwortung gegenüber unseren Bürgern, wenn es um die Wasserversorgung geht.“ Tatsächlich wurde in diesem Bereich von der Verwaltung ein „sehr schlechter Zustand“ attestiert. „Die Wasserleitung wurde schon mehrmals ausgebessert, während Eisen- und Maganablagerungen an der Innenwand der Leitung auf Dauer eine Verfärbung des Wassers hervorrufen“, erklärte Bürgermeister Eisenkolb und ergänzte, dass es in diesem Bereich auch um den Kanal nicht besser bestellt sei. Zudem seien die Rohre nicht mehr ausreichend dimensioniert, um gegebenenfalls das Wasser aufzunehmen. Sie müssten dringend ausgetauscht werden.

Der barrierefreie Ausbau der darüberliegenden Bushaltestelle wird durch Fördermittel der Regierung von Schwaben bezuschusst. Finanziell gab der Rathauschef derweil Entwarnung: „Die Steuereinnahmen 2020 liegen wegen der Nachzahlungen aus früheren Jahren momentan noch klar über dem Haushaltsansatz.“ Rund 1,4 Millionen Euro sind für die Wasserleitungen, den Straßenbau und den Ausbau der Bushaltestelle als Belastung für die Gemeindekasse vorgesehen. Andreas Mayr von den Freien Wählern sieht es ähnlich wie der Rathauschef. Die gesamte Baumaßnahme lasse sich ohnehin nicht in einem Zug durchführen und aktuell sei die beste Zeit zum Handeln: „Der Auftragsstau bei den Firmen löst sich derzeit auf.“ Schließlich sprachen sich die Ausschussmitglieder einstimmig für das Projekt aus, das nun geplant und zur Ausschreibung freigegeben werden soll. (anbr)

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