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Pfaffenhofen

07.11.2017

Grüße von der grünen Insel

Séan Keane (rechts) und seine Mitstreiter brachten die Traditionen und Melodien Irlands mit zu ihrem Konzert im „Fiddler’s Green“.
Bild: Claudia Bader

Irischer Folk im Irish Pub: Seán Keane und seine Band verbinden im „Fiddler’s Green“ traditionelle Musik mit Rock – und Geschichten über ihre Heimat.

Auf die Frage, ob jemand schon einmal in die irische Grafschaft Galway gereist sei, hoben sich im „Fiddler’s Green“ nur wenige Hände. Für Seán Keane kein Problem zu sein: Denn der als „die Stimme Irlands“ geltende Folk-Sänger nahm die Besucher einfach mit auf die grüne Insel. Sie mussten nur die Augen schließen, um sich von einer vielfältige Klangwelt faszinieren zu lassen. Mit Unterstützung seiner Band entführte Keane mit prägnanter Stimme mal in ein irisches Pub, dann an die Atlantikküste oder einen anderen Ort in seinem Heimatland.

Da sich das „Fiddler’s Green“ bis auf den letzten (Steh-)Platz gefüllt hatte, mussten sich Seán Keane und seine Musiker – Fergus Feely mit dem Mandocello und Pat Coyne mit der Akustikgitarre – ihren Weg zur Bühne durch zahlreiche Fans bahnen. Bereits bei den Klängen des Folksongs „Home Away From Home“ konnte man meinen, das Pub befinde sich mitten in Irland. Mit seiner unverkennbaren Stimme versprühte Keane im Song „If I Needed You“ und „The Longer The Waiting, The Sweeter The Kiss“ Romantik pur. Mit den typisch irischen Instrumenten Low Whistle und Tin Whistle sowie Harmonica begleitet er sich scheinbar spielerisch leicht selbst und gab den Stücken ihren unvergleichbaren Sound – mal träumerisch und melancholisch, dann wieder mit rasanter Rhythmik, die zum Klatschen und Mitwippen anregte.

Mit Songs wie „Isle Of Hope, Isle Of Tears“, „From Galway To Graceland“, „The Mountains Of Pomeroy“ und „Shenandoah“ bekamen die Besucher original irische Volksmusik zu hören, die in manchem Sehnsucht nach einer Reise in dieses faszinierende Land weckte. In alten, gälischen Balladen und Liedern aus neuerer Zeit besang Keane zeitlose Themen wie Lebensfreude, Liebe und Leidenschaft, Sehnsucht, Schmerz und Trauer. Zu allen hatte der sympathische Sänger mit seinem typischen irischen Humor manche Anekdote über die Geschichte Irlands, Leid, Hungersnot und Emigration parat. Mit „Make You Feel My Love“ von Bob Dylan oder „I’m No Stranger To The Rain“ von Keith Whitley durfte das Publikum auch bekannte Rocksongs genießen.

Zwischendurch bewiesen sich die beiden Begleiter auch als routinierte Sänger, zum Beispiel Gitarrist Pat Coyne in einem Bob-Dylan-Song und Fergus Feely im mitreißenden Work-Song „Take This Hammer“. „It’s Like Home“, stellte Keane am Ende seines rund zweistündigen Konzerts fest. Natürlich hatte er für sein begeistertes Publikum auch eine Zugabe mitgebracht: ein altes Lied aus seiner Heimat, das er ohne Instrumentalbegleitung zum Erlebnis machte.

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