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Pfaffenhofen

16.12.2017

Günstigere Mieten für Pfaffenhofen

Günstiger Wohnraum ist auch in Pfaffenhofen rar.
Bild: Alexander Kaya (Archiv)

Bezahlbare Appartements sind selbst in Pfaffenhofen rar. Daher haben sich die Räte für einen Beitritt in die Wohnungsgesellschaft Weißenhorn entschlossen.

10,13 Euro pro Quadratmeter zahlen Pfaffenhofer Bürger laut Mietspiegel im Durchschnitt für ihre Wohnung. Zum Vergleich: Im gesamten Landkreis sind es durchschnittlich 8,95 Euro pro Quadratmeter. „Wie Weißenhorn gehört Pfaffenhofen zum städtischen Einzugsgebiet“, sagte Alfred Haas, Mit-Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Weißenhorn (WGW). Gemeinsam mit Anja Wenzel – die die Geschäftsführung ab Januar übernimmt – stellte er in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates vor, wie mehr günstiger Wohnraum in Pfaffenhofen entstehen könnte.

Mit einem Stammkapital von 20000 Euro will sich der Markt an der WGW beteiligen. Im Gegenzug errichtet der gemeinnützige Baudienstleister günstige Mietwohnungen in der Kommune. Die Wohnungsgesellschaft verwaltet die Gebäude und erstellt die Finanzierung. Pfaffenhofen bringt sich bei Bauvorhaben mit einem Eigenkapital von einem Viertel der Investitionskosten ein.

Der Vorteil für die Bewohner liegt auf der Hand: Mieter solcher Wohnungen bezahlen 4,80 beziehungsweise 5,80 Euro pro Quadratmeter. Die Höhe des Einkommens bestimmt den Preis. Der Staat subventioniert den bezahlbaren Wohnraum. Daher kann die Gesellschaft Erträge erwirtschaften, um neue Projekte zu finanzieren.

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Bereits im vergangenen Dezember diskutierten die Markträte über den Beitritt in die Wohnungsgesellschaft. Nun haben Haas und Wenzel einen Vertrag erstellt – der für einige Räte allerdings diskussionsbedürftig war. Markus Werwein (CSU) befürchtete, dass die WGW die Marktgemeinde dazu verpflichtet, Grundstücke in die Gesellschaft einzubringen. Bürgermeister Josef Walz jedoch sagte: „Wenn der Markt ein Grundstück hat, dann können wir das anbieten.“ Der Baudienstleister suche zudem nach geeigneten Grundstücken vor Ort.

Welche finanziellen Konsequenzen ein Austritt aus der Wohnungsgesellschaft für Pfaffenhofen hätte, beschäftigte Marktrat Anton Rupp (CSU). Das eingezahlte Stammkapital in Höhe von 20000 Euro würde die Gemeinde wieder zurückbekommen, erläuterte der WGW-Vorsitzende Haas. Rupp sagte mit Blick auf den Vertrag: „Also für mich ist das alles nicht ganz schlüssig.“ Und bezog sich damit vor allem auf die rechtlichen Bestimmungen, wenn Mitgesellschafter – wie Pfaffenhofen es sein wird – kündigen oder sich die WGW auflöst. Walz brachte das Gremium wieder zurück zur eigentlichen Angelegenheit, indem er sagte: „Das sind alles Regelungen, wie man wieder aus der Gesellschaft rausgeht. Aber wir wollen erst einmal reingehen.“ Trotz vieler skeptischer Nachfragen stimmten die Markträte schließlich doch einhellig für den Beitritt.

Neben Pfaffenhofen hat auch die Gemeinde Roggenburg Interesse bekundet, Teil der Wohnungsgesellschaft Weißenhorn zu werden (wir berichteten). Der endgültige Beschluss wird dort aber erst im kommenden Jahr fallen. Roggenburg würde sich mit einem Stammkapital in Höhe von 10000 Euro an der gemeinnützigen Gesellschaft beteiligen.

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