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Ulm

22.07.2015

Gunter Czisch kandidiert als Oberbürgermeister in Ulm

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Gunter Czisch will Oberbürgermeister in Ulm werden.
Bild: Alexander Kaya

Nach Martin Rivoir und Birgit Schäfer-Oelmayer wirft auch Gunter Czisch seinen Hut in den Ring.

Jetzt ist es raus: Der langjährige Erste Bürgermeister Gunter Czisch (CDU) tritt im November bei der Oberbürgermeisterwahl in Ulm an. Einen Tag nach Schwörmontag gab der 52-Jährige seine Kandidatur bekannt. Im Rennen um die Nachfolge von Ivo Gönner will Czisch mit seiner großen Erfahrung in der Kommunalpolitik punkten. Er ist seit 15 Jahren Bürgermeister und sieht „schwäbisch solide Finanzpolitik“ als sein Markenzeichen. In den kommenden Jahren stünden große Herausforderungen an, die gelöst werden müssten. Großprojekte wie die neue Straßenbahnlinie, der Citybahnhof, die Sedelhöfe oder das Schulzentrum Kuhberg seien nicht nur ein finanzieller Kraftakt.

Czisch wird von der CDU unterstützt, versteht seine Kandidatur aber als ein Angebot an alle gesellschaftlichen Gruppen. Die wichtigste Herausforderung bestehe darin, „das Gleichgewicht zwischen Ökonomie, Ökologie und dem Sozialen zu suchen und für einen gerechten Ausgleich der verschiedenen Interessen in unserer Stadt zu sorgen“. In den nächsten Jahren werde Ulm von Baustellen geprägt sein. Wenn die Bauwerke fertig seien, werde „Leben in der Stadt“ das große Thema sein.

Czisch rechnet sich bei der Wahl im November gute Chancen aus, sagt aber: „Der Bürger wird entscheiden. Was danach kommt, wird man sehen.“ Seine Amtszeit als Finanzbürgermeister läuft nächstes Jahr ab. Ob er im Falle einer Niederlage bei der OB-Wahl noch einmal antreten würde, lässt Czisch offen. Er habe keinen Plan B. Ziel müsse für alle Kandidaten sein, eine hohe Wahlbeteiligung zu erreichen. Er hoffe auf einen fairen Wahlkampf. Seine Familie unterstütze ihn. Czisch ist verheiratet und hat zwei Söhne. Der gebürtige Stuttgarter ist in Dietenheim (Alb-Donau-Kreis) aufgewachsen und hat über den zweiten Bildungsweg studiert. Bevor er Erster Bürgermeister in Ulm wurde, war er Kämmerer in Friedrichshafen. Was Ivo Gönner zu seiner Kandidatur gesagt hat, darüber schweigt Czisch. Eins ist für ihn allerdings klar: „Ich werde mich nie mit Herrn Gönner vergleichen.“

Ivo Gönner, der bei seiner letzten Schwörrede von den Bürgern gefeiert wurde, ist seit 1992 Ulmer Oberbürgermeister und noch bis Februar nächsten Jahres im Amt. Erst im Juni hatte er erklärt, dass er nicht mehr zur Wahl antritt. Vor Gunter Czisch kündigten bereits Martin Rivoir (SPD) und Birgit Schäfer-Oelmayer (Grüne) sowie Anja Hirschel (Piraten) ihre Kandidatur für die OB-Wahl am 29. November an. Rivoir wird heute Abend auf der Mitgliederversammlung der SPD über seine Themen für den Wahlkampf sprechen. Er sieht seine Kandidatur als ein unabhängiges Angebot an alle Bürger. Auch Schäfer-Oelmayer tritt als unabhängige Kandidatin an, mit Unterstützung ihrer Partei.

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