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Ulm/Neu-Ulm

04.08.2017

Hacker-Angriff auf die Stadtwerke

SWU-Telenet wurde durch Angriffe in die Knie gezwungen.
Bild: Ralf Hirschberger

Massenhafte Anfragen überlasten die Systeme.

Massenhafte Anfragen haben am späten Donnerstagabend Systeme der Stadtwerke-Telekommunikationstochter SWU-Telenet in die Knie gezwungen.

In der Folge hatten, nach Angaben der Stadtwerke, die rund 7500 Internet-Kunden des Unternehmens keinen Zugang zum Web mehr. Auch die Homepages der Stadt Ulm und der Stadtwerke waren nicht mehr zu erreichen. Nachdem Techniker die Störungsquelle ausfindig gemacht hatten, ging es darum, Gegenmaßnahmen umzusetzen.

Der Webausfall nach der mutwilligen Server-Überlastung, einem so- genannten „DDoS-Angriff“, hatte gegen 21 Uhr am Donnerstagabend begonnen. Nach einem Nachteinsatz hatten die Telenet-Techniker am Freitagvormittag gegen 10 Uhr die Lage unter Kontrolle. Seither ist der Webzugang für alle Anschlüsse wieder gewährleistet. Nichts anhaben konnte der DDos-Angriff der Steuerung der Versorgungsnetze von Strom, Erdgas, Fernwärme und Trinkwasser. Die entsprechenden Daten bewegen sich in einem autonomen Netzwerk, das strikt von anderen Netzwerken des Unternehmens getrennt ist. Mit „Distributed Denial of Service-Attacken“ (DDoS) verfolgen Angreifer das Ziel, Server oder IT-Systeme mit einer großen Anzahl an Anfragen zu bombardieren, bis diese ihren Dienst einstellen und Websites oder andere Internet-Services nicht mehr aufrufbar sind.

Wer der Angreifer auf die Telenet waren, ist freilich noch unklar. Es können einzelne Kriminelle oder Gruppierungen, politische Aktivisten, Wettbewerber oder enttäuschte Kunden sein – die Liste der möglichen Angreifer ist lang. (az)

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