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Wahl

25.02.2015

Handwerker in Feierlaune

Michael Stoll stößt mit seinen neuen Stellvertretern, Barbara Ciannarelli, Josef Bader und Andreas Mayerhofer auf das einstimmige Wahlergebnis an.
Bild: Brücken

Mitglieder bestimmen ihren Vorstand – Michael Stoll bleibt Vorsitzender

In der Wahl ihres Vorsitzenden waren sich die Mitglieder der Kreishandwerkerschaft Günzburg/ Neu-Ulm einig. Einstimmig bestätigten die 20 anwesenden Vertreter den bisherigen Kreishandwerksmeister Michael Stoll in seinem Amt. Der Wiedergewählte kommentierte das Ergebnis auf seine Art: „Das scheint ein Beweis dafür zu sein, dass ich in den vergangenen Jahren nicht alles falsch gemacht habe.“

Ebenfalls ohne Gegenstimmen entschied die Versammlung für die Stellvertreter Barbara Ciannarelli, Josef Bader und Andreas Mayerhofer. Als Vorstandsmitglieder wurden Günther Weindl, Anton Rauner, Hans-Martin Klingauf, Jürgen Wanner und Lothar Wöhr gewählt. Sie lösen Hans-Martin Klingauf, Richard Meisle und Karin Blum im Amt ab.

Michael Stoll blickte auf seine vierjährige Amtszeit und damit auf bewegte Zeiten zurück. Nach dem Zusammenschluss der Günzburger- und Neu-Ulmer Handwerkerschaften im Jahr 2012 wurde der Umzug des Hauptsitzes von Krumbach nach Weißenhorn in die Wege geleitet. Einst war in der alten Landwirtschaftsschule an der Memminger Straße das Rathaus der Fuggerstadt provisorisch untergebracht, nach umfassenden Umbauarbeiten entstand das neue Wirtschafts- und Bildungszentrum (Wibiz). Seit der Eröffnung im Oktober vergangenen Jahres finden in den Räumen Versammlungen, Fortbildungen und Feiern der Innungen statt.

Neben der Kreishandwerkerschaft zogen an der Memminger Straße auch die Handwerkskammer, eine Versicherungsagentur und eine IT-Beratungsfirma ein. Landrat Thorsten Freudenberger, der als Gast der Versammlung ein Grußwort sprach, gratulierte den Handwerkern zum „guten Standort, den sie mit Weißenhorn als Hauptsitz gefunden haben“. Mit Blick auf die Auftragslage, die im schwäbischen Handwerk ausgezeichnet sei, sprach Freudenberger einen Mangel an Fachkräften an: „Unsere Wirtschaft braucht nicht nur Akademiker, sondern auch Arbeiter.“

Im Wettbewerb mit den Hochschulen

Deshalb müsse das Handwerk attraktiver werden, um im Wettbewerb mit den Hochschulen bestehen zu können. Der Landrat bekannte sich zum Mindestlohn und fügte hinzu: „Ich bin aber auch ein entschiedener Gegner der Bürokratisierung.“ Er versprach, sich für mittelstandsfreundliche Regelungen einzusetzen.

Die Kreishandwerkerschaft steht für die Interessen von rund 4300 Betrieben zwischen Neu-Ulm, Günzburg und Krumbach mit insgesamt 22 000 Beschäftigten. Sie erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro.

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