Newsticker

Staatsregierung mahnt: Corona-Regeln gelten auch für Nikolaus
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Handy-Ticket auf dem Vormarsch

Ulm/Neu-Ulm

11.10.2017

Handy-Ticket auf dem Vormarsch

Der Abschied von der Ding-Card ist beschlossen. Das Ticket per Handy soll für Ersatz sorgen. Das Karten-System gilt als technisch veraltet. Mit neuen Verkaufsgeräten ist es nicht kompatibel.
Bild: Alexander Kaya

Nach dem beschlossenen Aus für die Ding-Card setzt der Donau-Iller-Nahverkehrsverbund auf Digitales. Sprechstunden sollen Ängste nehmen.

Seit Wochen blasen den Stadtwerken und dem Donau-Iller-Nahverkehrsverbund (Ding) eisige Winde ins Gesicht. Grund ist die geplante Abschaffung der Ding-Card. Der Tenor der Vorwürfe, wie sie etwa auch die Fraktion der CDU im Ulmer Gemeinderat formulierte: Rücksichtslos werde auf Digitalisierung gesetzt und wer nicht mitmachen kann oder will, der bleibe auf der Strecke. Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm als Teilhaber des Nahverkehrsverbundes gehen jetzt mit „Handy-Ticket-Sprechstunden“ in die Offensive, um, wie es der Marketing-Beauftragte Markus Zimmermann bei der Vorstellung des Konzepts formulierte, Vorurteile gegenüber des Ding-Card-Ersatzangebots abzubauen.

Vorurteil 1Ohne Handy kann man künftig keine Tickets mehr kaufen.Falsch. Der konservative Verkauf am Automaten oder beim Fahrer gehe weiter wie bisher.

Vorurteil 2Ohne Smartphone lässt sich das Handy-Ticket nicht nutzen.Falsch. Nach einmaliger Registrierung können Handy-Tickets per kostenlosem Anruf über eine abgespeicherte Nummer angefordert werden. Eine SMS ersetzt das Ticket.

Vorurteil 3Wenn der Akku leer ist, nachdem ich ein Handy-Ticket gelöst habe, werde ich als Schwarzfahrer behandelt.Falsch. Wie Zimmermann betont, sei der Fahrgast in diesem Fall besser dran als ein Kunde, der sein Papier-Ticket schlichtweg verloren habe. Denn nur der Handy-Ticket-Nutzer mit schwachem Akku könne später auf seinem Account nachweisen, dass er tatsächlich eine Fahrkarte gekauft hatte. Allerdings bleibe auch ihm eine „Bearbeitungsgebühr“ von sieben Euro, wie auch dem Schüler, der seine Monatskarte vergisst, nicht erspart.

Vorurteil 4Ich kann nur noch günstig fahren, wenn ich sämtliche Daten von mir offenlege.Weitgehend falsch. Denn wer ein Guthaben einbezahlt („Prepaid-Verfahren“), muss nur seine Handynummer und ein „Kontrollmedium“ seiner Wahl (Geldkarte, EC-Karte, Personalausweis) angeben.

Anhand bislang drei terminierter Handy-Ticket-Sprechstunden wollen die Stadtwerke zeigen, „dass es gar nicht so kompliziert ist, wie viele denken“, so Zimmermann. „Im Grunde ist es leichter, als die Fernbedienung des heimischen Fernsehers. Zumindest, wenn man die einmalige Registrierung bei handyticket.de geschafft hat und sich auch noch ein weiteres Passwort merken kann. Allen Zweiflern zum Trotz, gehört dem Handy-Ticket-Verkauf wohl die Zukunft. Im nächsten Quartal könnte Ding mit 30000 verkauften Handy-Tickets einen neuen Rekord aufstellen. Teil der Beratung soll auch sein, über die grundsätzlichen Vorzüge des Handy-Tickets zu sprechen. Zimmermann nennt schon mal zwei davon: Man benötigt kein Kleingeld und muss nicht am Automaten warten.

Termine Im Kunden-Center der Stadtwerke Traffiti in der Neuen Mitte findet am Mittwoch, 18. Oktober, von 9 Uhr bis 14 Uhr die erste Handy-Ticket-Sprechstunde statt. Weitere Termine: Samstag, 11. Oktober, ebenfalls von 9 Uhr bis 14 Uhr sowie am Dienstag, 2. Dezember, von 13 bis 18 Uhr.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren