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Pfuhl

15.07.2017

„Haus der Musik“ der Feuerwehrkapelle wird eingeweiht

Das neue Gesicht des ehemaligen alten Feuerwehrhauses – das jetzige „Haus der Musik“ mit vier Mietwohnungen und den Probenraum im Erdgeschoss.
Bild: Inge Pflüger

Große Party nach 5460 Arbeitsstunden: Das „Haus der Musik“ der Feuerwehrkappelle wird nun eingeweiht. Bis zum zweitägigen Fest war es ein steiniger Weg.

Jahrelange Arbeit kann nun gefeiert werden: Das „Haus der Musik“ in Pfuhl wird an diesem Wochenende eingeweiht. Mit Feuereifer haben die Vereinsmitglieder in den vergangenen drei Jahren für ihr Projekt gearbeitet. Und nun ein „Juwel“ geschaffen, wie nicht wenige Beobachter sagen. Ab Samstag wird das mit einem zweitägigen Fest (siehe Programm im Kasten) eingeweiht. Selbst der renommierte Männerchor „Coro Amici della Montagna“ reist aus der Partnerstadt Trissino an, um mit den Pfuhlern zu feiern.

Weil der bisherige Probenraum der Feuerwehrkapelle in der Seehalle viel zu klein wurde, wird seit 2002 nach Alternativen gesucht. Der Leidensdruck war groß, denn es fehlte auch Stauraum für Noten, Inventar oder für Instrumente. Als 2011 die Stadt Neu-Ulm ein neues Feuerwehrgerätehaus in der Hauptstraße eingeweiht hatte, wurde das alte Areal hinter dem Museum feilgeboten. Da sahen die Musiker ihre Chance, überlegten, kalkulierten und kauften letztlich von der Stadt die Immobilie. Das Grundstück wurde Ende 2013 auf Erbbaurecht für 30 Jahre übernommen. Aufgrund der vielen Eigenleistungen konnte die ursprüngliche berechnete Bausumme für die Umbaumaßnahme von rund 650000 Euro auf 400000 Euro reduziert werden, informiert Mitglied Gudrun Fischer auf Anfrage. Das „Haus der Musik“ hat nun vier Wände. Doch das Innenleben stellte die Musiker vor große Herausforderungen. Im Februar 2014 spuckten sie in die Hände, zogen den Blaumann über, um das ehemalige Feuerwehrgerätehaus in der Hauptstraße – hinter dem Heimatmuseum – in ihr musikalisches Heim umzufunktionieren. Drei Jahre lang schwitzten die Hobbybauarbeiter möglichst in jeder freien Minute, auch wenn immer wieder unvorhergesehene Überraschungen ans Tageslicht traten. Im Team schafften es die Ehrenamtlichen allemal – die Planung und Bauleitung übernahm Vorstandsmitglied Martin Guther.

Insgesamt standen 436 Quadratmeter Raum zur Verfügung, davon entfielen 200 Quadratmeter auf den variablen Probenraum im Erdgeschoss. Der nun auch für die musikalische Früherziehung und Spiel in kleinen Gruppen genützt werden kann. Der Rest von 236 Quadratmetern entfiel auf die Wohnungen. Neben der vorhandenen Wohnung im Obergeschoss (sie ist seit Jahren vermietet) wurden noch drei zusätzliche Appartements im Ober- und im Dachgeschoss samt einem Balkon-Anbau geschaffen. Nicht zu vergessen der Vorhof mit Mieter-Stellplätzen. Die Miete sollen der Kalkulation zufolge zur Refinanzierung beitragen. Insgesamt haben die ehrenamtlichen Handwerker (aus diversen Berufssparten) an 403 Arbeitstagen exakt 5460 Arbeitsstunden geleistet, dazu kommen noch rund 650 Stunden, die für Verträge, Finanzierung, Angebote und Rechnungsprüfung draufgingen und schließlich gab es noch 24 Bauausschuss-Sitzungen. Jetzt wird das Werk im angrenzenden Moser-Stadel sowie Moser-Hof bei jeder Witterung gefeiert. Ein Zelt wird, bei etwaig unfreundlicher Witterung Unterschlupf bieten.

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