1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Haushalt: Nersingen steht finanziell gut da

Nersingen

21.03.2019

Haushalt: Nersingen steht finanziell gut da

187 Seiten stark ist das Finanzwerk von Nersingen.
Bild: Andreas Brücken

Die Gemeinde investiert kräftig und kommt ohne neue Schulden aus. Die Räte sind zufrieden – nur beim Thema Sporthalle gehen die Meinungen auseinander.

Der Haushalt, ob im Bundes- oder Landtag oder in zahlreichen Stadt- und Gemeinderatssitzungen, ist oft Auslöser für einen Schlagabtausch zwischen der regierenden Partei und der Opposition. Im Nersinger Gemeinderat dagegen verlief die Verabschiedung des Zahlenwerks ausgesprochen harmonisch. Steht doch die Gemeinde finanziell gut da und benötigt 2019 keine Kreditaufnahme.

So dankte Sabine Krätschmer (SPD) Bürgermeister Erich Winkler (CSU) samt Verwaltung und dem gesamten Gemeinderat für die gute Zusammenarbeit. Auch Erich Spann (CSU) fand lobende Worte gegenüber der Verwaltung. Er wünschte sich, dass man auch in Zukunft die Ziele gemeinsam verfolge.

Dieter Wegerer: Wir brauchen eine Sporthalle für Jung und Alt

Als „rechtzeitig, solide, sparsam und verständlich“ beschrieb Dieter Wegerer (Freie Wähler) das fast 190 Seiten starke Werk über die Finanzen der Gemeinde. Die Arbeit im Gemeinderat sei im vergangenen Jahr von Harmonie geprägt gewesen. Dennoch wurde Wegerer nicht müde, den Wunsch nach einer neuen Sporthalle für die Gemeinde zu äußern: „Wir brauchen eine Sporthalle für Jung und Alt“, forderte er und erklärte, dass es vermutlich in ganz Bayern keine Gemeinde in vergleichbarer Größe ohne eine solche Einrichtung gebe. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, auf das ich verzichten kann“, sagte Wegerer und nannte Gründe, die dafür sprächen, den Neubau im Haushalt 2020 einzustellen: „Der Arbeitskreis Sporthalle wurde bereits installiert, Bodenuntersuchungen haben positiv stattgefunden und auch die Finanzlage sowie die derzeitige Zinssituation sind günstig.“ Außerdem erinnerte Wegerer den Bürgermeister mit einem Augenzwinkern daran, dass dieser Sportkreisvorsitzender im Landkreis Neu-Ulm sei.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Vorsichtiger äußerte sich Sabine Krätschmer zur Sporthalle. So wünschenswert diese auch sei, würde ein Neubau die finanziellen Mittel über eine längere Zeit binden. „Dann müssen wir uns entscheiden, welche Projekte in Zukunft umgesetzt werden und welche dafür für längere Zeit verschoben werden.“ Die Pflichtausgaben für einen neuen Kindergarten seien vorrangig. Ein weiteres wichtiges Zukunftsthema sei die Ausstattung der Schulen mit digitalen Lernmitteln, und auch die Ausgaben für die Feuerwehren in Unterfahlheim und Straß müssten berücksichtigt werden. Falls keine neuen Verpflichtungen eingegangen würden, könne der Haushalt 2020 ohne Zugriff auf die Rücklagen gestemmt werden, sagte die dritte Bürgermeisterin weiter.

Nersingen will auch in preisgünstige Wohnungen investieren

Auch Erich Spann mahnte zur Sparsamkeit angesichts der anstehenden Ausgaben für den Brandschutz und den Wohnungsbau. Zur Vorbereitung für den Bau von preisgünstigen Wohnungen gibt die Gemeinde in diesem Jahr 695000 Euro aus. Auch wenn die Sporthalle zum Lieblingsthema in der lokalen Politik geworden sei, müssten zuerst alle Zahlen über die anstehenden Projekte auf den Tisch, bevor man eine seriöse Entscheidung treffen könne.

Abschließend stimmten die Räte dem Entwurf geschlossen zu.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20ABR_8299(1).tif
Jubiläum

„Ich war mir sicher, dass es mit uns lange hält“

ad__pluspaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live, aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Plus+ Paket ansehen