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Bildende Kunst

06.04.2019

Heiland, Heimat und andere große Themen

Aus Ballons geformt – aber mit der Wirkung prähistorischer Kultobjekte: drei Arbeiten von Fabian Vogler in Roggenburg.
Bild: Alexander Kaya

Im Kloster Roggenburg stellen die Dozenten der Ferienakademie aus. Die Schau bekommt bald Zuwachs

Die Ferienakademie im Kloster Roggenburg ist für Pater Roman Löschinger, dem Leiter des dortigen Bildungszentrums, „eine Art Biotop“. Bei der Veranstaltung, die alljährlich in der zweiten Woche der Osterferien über die Bühne geht, können Schüler kreativ sein – so, wie sie es in der Schule nicht können, sei es wegen der mangelnden Ausstattung oder wegen spöttelnder Klassenkameraden. Was die Dozenten aus dem Bereich Bildende Kunst selbst schaffen, das lässt sich schon jetzt besichtigen: Eine Auswahl ihrer Arbeiten ist derzeit im Haus für Kunst und Kultur am Kloster zu besichtigen.

Die „Ferienakademie Kunst – Musik – Theater“ steht dieses Jahr unter der Devise „High-light Hei-land Hei-mat“, was laut Pater Roman nur eine Anregung ist, schließlich gehe es darum, der Kreativität freien Lauf zu lassen. Das gilt auch für die Dozenten, die das Motto mit ihren Werken zwar streifen, eigentlich aber andere Sujets behandeln. Bianca Kennedy präsentiert Stoffbanner zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“ – plakative Politkunst mit feministischem Standpunkt, für die Platzierung im öffentlichen Raum gedacht. Lisa Miller, vor allem als Regisseurin von „Landrauschen“ bekannt, beschäftigt sich in ihrer Multimedia-Installation „#women“ ebenfalls mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft: Sie hat für ihren eindrucksvollen Raum Material verwendet, das für die gleichnamige Performance im Haus der Begegnung Ulm entstand.

Videokunst spielt in der Ausstellung eine zentrale Rolle – in ganz verschiedenen Varianten. Josef Sälzle, der mit Miller zusammenarbeitet, hat Töne und Schwingungen hochästhetisch visualisiert. Felix Kraus (The Swan Collective) spielt mit dem Thema künstliche Intelligenz: In seinem 3D-animierten Video wird der Betrachter einem Test unterzogen – und selbst als virtuelle Existenz darauf vorbereitet, in die entsprechenden „Stores“ geschickt zu werden.

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Analog sind die dokumentarischen Fotos von Tanja Hartlieb und die an prähistorische Kunst erinnernden Bronzeobjekte von Fabian Vogler: Der Nordfriese hinterfragt sexuelle Identitäten – und lädt zur Beschäftigung mit der Frage „Wer bin ich?“ ein. Diese sei für Jugendliche besonders wichtig, findet Pater Roman, der das Hinterfragen von Gewissheiten auch als Teil der österlichen Botschaft versteht. Das ist eine Verbindung vom Highlight Ferienakademie zum Heiland.

Was die Schüler aus diesen Impulsen machen, wird sich zeigen: Ihre Arbeiten sind ab 27. April neben denen der Dozenten zu sehen. Die Ausstellung läuft danach noch bis 23. Juni. (mgo)

Donnerstag bis Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertag 10.30 bis 12 und 14 bis 17 Uhr.

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