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Neu-Ulm

05.03.2015

Hetzparolen von muslimischen Grundschülern

„Wir werden um jedes Kind kämpfen“: die Neu-Ulmer Schulrektorin Beate Altmann und Islam-Lehrer Selahattin Sögüt.
Bild: Alexander Kaya

Mit schlimmsten Hetzparolen gegen „Ungläubige“ sind muslimische Schüler einer Grundschule in Neu-Ulm aufgefallen.

Mit schlimmsten Hetzparolen gegen „Ungläubige“ sind muslimische Schüler einer Grundschule in Neu-Ulm aufgefallen. Neun- oder zehnjährige Kinder sagten etwa im Unterricht, dass „Du Christ“ ein schlimmes Schimpfwort sei, dass „man Christen töten muss“ oder dass die Opfer islamistischer Anschläge ihren Tod „verdient“ hätten. Ein weiterer Satz aus Kindermund, dokumentiert von Lehrern: „Juden stehen auf der Stufe von Schweinen.“

Diese Aussagen fielen nach Angaben der Schulleitung bei Diskussionen in vierten Klassen über die Terroranschläge von Frankreich, bei denen im Januar 17 Menschen getötet worden waren. Das Thema habe auch die Schüler beschäftigt. Doch was manche der muslimischen Schüler dabei äußerten, hat die Lehrer alarmiert und zur Ursachenforschung bewegt.

Moschee-Sprecher kann sich Aussagen nicht erklären

Ein schulinterner Bericht kommt zu dem Schluss, dass Kinder, die einen großen Teil ihrer Freizeit in bestimmten muslimischen Einrichtungen verbringen, dort so indoktriniert werden, „dass sie keiner anderen Religion gegenüber Respekt zollen dürfen“. Die brisantesten Aussagen stammen laut Schulleitung von Kindern, die eine örtliche Moschee besuchen, die dem Verband Islamischer Kulturzentren (VIKZ) angehört. Der VIKZ gehört zu den größten muslimischen Dachverbänden Deutschlands und betreibt auch in der Region zahlreiche Einrichtungen, darunter Internate. Ein Sprecher der Moschee sagte auf Anfrage unserer Zeitung, er könne sich nicht erklären, wie die Kinder zu den fraglichen Aussagen kommen. Genau dies versucht nun die Kriminalpolizei herauszufinden.

Ein Polizeisprecher bestätigt, dass die Behörden von den Vorfällen an der Schule Kenntnis haben und diese klären wollen. Die Grundschule hat ein breites Maßnahmenpaket beschlossen, um der bedenklichen Entwicklung entgegen zu treten.

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