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Neu-Ulm

20.04.2020

Hilfsaktionen der Malteser werden gut angenommen

Viele Freiwillige nähen Masken bei der Malteser-Aktion.
Foto: Malteser Neu-Ulm

Viele Helfer beteiligen sich. Da so viele Masken genäht wurden, können diese Menschen aus der Neu-Ulmer Innenstadt angeboten werden.

Seit fast genau einem Monat ist die Dienststelle der Malteser Neu-Ulm mittlerweile geschlossen – doch weniger geworden ist die Arbeit deshalb beileibe nicht. Wegen der Corona-Pandemie haben die Malteser gleich mehrere neue Dienste und Aktionen gestartet – und diese stoßen auf viele positive Rückmeldung, wie Dienststellenleiterin Pia Eble berichtet.

Seit Mitte März haben die Malteser eine Einkaufshilfe für Risikogruppen und Senioren. Zunächst habe es wenig Nachfrage gegeben, mittlerweile wurden um die 50 Einkäufe getätigt. Acht Helfer sind hier im Einsatz, wie Eble erzählt. „Wir versuchen, die Helfer immer zu den gleichen Menschen zu schicken. Das bringt auch ein bisschen Sicherheit bei den älteren Leuten.“ Vom ersten Anruf dauere es derzeit nicht länger als drei, vier Stunden, bis der Einkauf gebracht werde.

Aktionen sollen gegen Einsamkeit helfen

Mit der Aktion „Kinder malen gegen Isolation“ haben die Malteser in Neu-Ulm zudem eine Aktion gestartet, um Menschen, die nun noch isolierter sind als zuvor, Aufmerksamkeit und Freude zu schenken. Die Malteser schicken die Bilder weiter an alleinstehende ältere Leute, die monatliche Lebensmittelpakete erhalten, sowie an Leute in Alters- und Pflegeheimen. „Und die freuen sich riesig“, weiß Eble. Zudem werden die Bilder fotografiert und auf der Homepage und der Facebook-Seite der Malteser veröffentlicht. „Die ersten ein bis zwei Wochen kamen fast gar keine Bilder, dann irgendwann ganz viele.“ Mittlerweile sind es über 100 Stück. „Ich komme gar nicht hinterher, sie alle ins Internet zu stellen“, sagt Eble. Manche der jungen Künstler würden auch ein paar liebe Worte wie „Du bist nicht alleine“ mit ihrem Werk verschicken.

Zudem gab es einen Aufruf an die Ehrenamtlichen, „Briefe gegen Einsamkeit“ zu verschicken. Diese bekommen Bewohner von Seniorenheimen, die keine Familie haben. „Sie leiden besonders, weil sie gar keinen Kontakt nach außen haben“, sagt Eble. Der Datenschutz werde natürlich berücksichtigt, die Helfer wissen den Namen des Empfängers nicht. Neun Ehrenamtliche beteiligen sich, 17 Senioren bekommen etwa wöchentlich Post. Auch für den „Johannes‘ Suppentreff“, der sich an obdachlose, einsame und bedürftige Menschen richtet und der derzeit nicht stattfinden kann, haben die Malteser sich etwas einfallen lassen: Ab kommenden Mittwoch, 29. April, werden an der Tür der Dienststelle in der Augsburger Straße Vespertüten verteilt – immer mittwochs von 15.30 bis 16.30 Uhr.

Zahlreiche ehrenamtliche Näherinnen haben sich gemeldet

Vor etwa drei Wochen haben die Malteser einen Aufruf nach ehrenamtlichen Näherinnen, die prophylaktische Mehrweg-Mundnasenschutzmasken nähen können, gestartet. Die Resonanz sei „unglaublich“ gewesen, sagt Eble, die allen Näherinnen im Namen der Malteser ein großes Dankeschön aussprechen möchte. Über 50 Frauen aus dem ganzen Landkreis machen mit, ein Helfer holt die Masken ab. Mittlerweile sind etwa 1500 Masken genäht worden. „Wir haben sie an Altersheime, ans betreute Wohnen und auch an das Obdachlosenheim verteilt“, sagt Eble. Durch die große Anzahl an Masken sei es nun aber auch möglich, auch Einzelpersonen aus Risikogruppen ab 65 Jahren je zwei der sogenannten Community-Masken kostenlos anzubieten – solange der Vorrat reicht. Wer über 65 Jahre alt ist, im Stadtgebiet Neu-Ulm wohnt und zwei Community-Masken für sich braucht, kann am Dienstag, 21. April, zwischen 10 und 13 Uhr bei den Maltesern anrufen und Alter, Name und Adresse durchgeben. Die Masken werden im Laufe der Woche in den Briefkasten geworfen.

Wer zwei Masken braucht, kann sich unter den Telefonnummern 0731/725656-17 oder -19 an Pia Eble oder Andrea Mayer wenden. Dort kann sich auch melden, wer sich anderweitig engagieren möchte.

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