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Neu-Ulm

28.11.2013

Hitziger Streit um Wiley-Ampel

Zu Fuß über die vierspurige Memminger Straße – zu Stoßzeiten ist das nicht ganz ungefährlich. Deswegen forderte die SPD nun eine Querungshilfe für Fußgänger, blitzte im Entwicklungsausschuss mit ihrem Antrag allerdings ab.
Bild: Alexander Kaya

Wegen eines fehlenden Überwegs überqueren viele Schüler die vierspurige Memminger Straße auf eigene Faust. Die SPD sieht „Gefahr im Verzug“, doch so bald wird sich nichts ändern

Von Michael Böhm

Neu-Ulm Wie gefährlich ist die Memminger Straße? Um diese Frage drehte sich diese Woche eine phasenweise hitzig geführte Diskussion im Neu-Ulmer Stadtentwicklungsausschuss. Während die Sozialdemokraten „Gefahr im Verzug“ sahen und die Stadt zum „sofortigen Handeln“ aufforderten, traten die anwesenden CSU-Räte nach einer emotionalen Ansprache ihres Fraktionsvorsitzenden Bernhard Maier auf die Bremse.

Hintergrund der Streitigkeiten war ein Antrag der SPD-Fraktion auf eine Querungshilfe auf der vierspurigen Straße im Bereich Wiley. „Ältere Menschen aber auch Kinder springen über die stark befahrene Memminger Straße, um auf der anderen Seite einzukaufen“, erklärte Fraktionsvorsitzender Karl-Martin Wöhner und forderte einen Fußgängerüberweg. Zwei davon gibt es in einem Abstand von rund 500 Metern bereits, doch aus Bequemlichkeit wählen viele Bürger die unsichere Variante, die sich ungefähr in der Mitte der beiden Fußgängerampeln befindet.

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Der Stadtverwaltung ist das Problem an dieser Stelle bekannt, bereits 2010 hatte sie eine Druckknopfampel vorgeschlagen und geplant – allerdings wurde diese damals im Zuge der Investitionsberatungen zurückgestellt. Nun kam das Thema wieder auf den Tisch, doch diesmal sieht die Stadt keinen akuten Handlungsbedarf.

Sie will zunächst ein 50000 bis 70000 Euro teures Verkehrsgutachten erstellen lassen und dann entscheiden, wie es mit der Memminger Straße zwischen dem Allgäuer Ring und dem Kreisverkehr in Ludwigsfeld weiter gehen soll. Die Planungen könnten 2015, die nötigen Bauarbeiten 2017 beginnen, erklärte Neu-Ulms Stadtbaudirektor Andreas Neureuther den Mitgliedern des Entwicklungsausschusses.

Ein möglicher Baubeginn erst in vier Jahren ließ jedoch bei einigen Stadträten unterschiedlichster Fraktionen Zweifel aufkommen, ob denn nicht ein schnelleres Handeln vonnöten wäre. Bis zum Auftritt von Bernhard Maier, der vehement forderte, sich nicht in den Wünschen einzelner Räte zu verstricken: „Ich will einen Plan“, lautete sein Abschlussstatement und damit zog er zumindest seine Fraktionskollegen auf seine Seite. Bei der folgenden Abstimmung wurde der SPD-Antrag bei Stimmengleichzahl (8:8) abgelehnt. Allerdings wurde der Zusatz angefügt, dass geprüft werden soll, ob der Fußgängerüberweg vorrangig behandelt werden kann.

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