1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Holzheim läutet die Kirchensanierung ein

Holzheim

20.03.2018

Holzheim läutet die Kirchensanierung ein

Copy%20of%20P1020735.tif
2 Bilder
Blick in den Glockenstuhl der Holzheimer Pfarrkirche St. Peter und Paul mit der mächtigen Hauptglocke im Vordergrund. Der Glocken-Beauftragte der Diözese schlägt vor, die stählerne Aufhängung durch ein Eichengestell zu ersetzen.
Bild: Willi Baur

Nach dem Weißen Sonntag sollen die Arbeiten am Gotteshaus beginnen. Der Abriss der Kirchenmauer ist inzwischen vom Tisch. Dafür sind andere Themen ungeklärt.

In die Sanierung der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul kommt Bewegung. Mit dem Aufbau der Gerüste sollen in der zweiten April-Hälfte die zentralen Arbeiten des Vorhabens beginnen: die Erneuerung des mächtigen Daches und die Verbesserung der Standsicherheit. Damit kann der Weiße Sonntag noch im Gotteshaus gefeiert werden.

Ganz besonders freut sich darüber Pfarrer Reinfried Rimmel: „Wir sind hier ja auch gegenüber den Eltern im Wort“, sagt der Leiter der Pfarreiengemeinschaft. Inwieweit dann die Gottesdienste durch das Innengerüst und hier anstehende Maßnahmen beeinträchtigt werden, sei im Moment nicht abzusehen. Freude und Erleichterung bei den Verantwortlichen hat indes noch ein weiterer Aspekt ausgelöst: „Die Ausschreibungsergebnisse für die wichtigsten Gewerke liegen im Rahmen der Kostenschätzung unseres Architekten“, berichtet Kirchenpfleger Rudi Veitz.

Und es ermöglichte der Diözese nicht nur die Baufreigabe für das auf insgesamt etwa 1,27 Millionen Euro veranschlagte Projekt. Vielmehr kann die Kirchengemeinde jetzt auch in Sachen Pfarrheim-Vorplatz planen. „Wir prüfen nun, inwieweit wir uns damit den Überlegungen der Kommune zur Neugestaltung des Dorfplatzes anschließen können“, sagt Veitz.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Schließlich sollten die beiden Areale im Zusammenhang gesehen werden und „ein einheitliches Gesicht“ erhalten. Jedenfalls prüfe der auch für die Gemeinde tätige Landschaftsplaner Thomas Lauterbach inzwischen, wie der östliche Vorbereich des Pfarrheims bestmöglich in die Dorfplatz-Gestaltung einbezogen werden könne.

Wobei gegenüber dem ursprünglichen Entwurf eine Kehrtwende denkbar sei: Keine Zufahrt über den Johann Geier-Weg nämlich, sondern weiterhin über die Kirchstraße. Grund: Sie soll in diesem Bereich bekanntlich als 20er-Zone ausgewiesen werden und damit seien die zunächst angeführten Sicherheitsbedenken nicht mehr relevant.

Für eine weitere Schnittstelle bei den Überlegungen von Gemeinde und Pfarrei ist Veitz zufolge inzwischen eine bislang offene Frage entschieden: „Ein Abriss der Kirchenmauer ist kein Thema mehr.“ Konflikte mit dem Denkmalschutz damit auch nicht. Dem habe die Kirchenverwaltung mit ihrem Beschluss durchaus vorbeugen wollen, ebenso möglichen Verzögerungen des ganzen Vorhabens, räumte der Kirchenpfleger ein. Dafür soll die Mauer aber saniert, feuchte Stellen sollen trocken gelegt werden. Ferner wollen die Bauherren ihr einen neuen Anstrich spendieren und neue, farblich auf das künftige Kirchendach abgestimmte Deckplatten. „Auch den Innenhof werden wir sicher verschönern, unter anderem mit einem neuen Pflasterbelag“, sagt Veitz.

Außer Frage steht für die Verantwortlichen der Pfarrei, dass der westliche Zugang auf die Dorfplatz-Planung abgestimmt wird. „Der Weg zum Haupteingang der Kirche ist derzeit nicht rollstuhlgerecht, eine vorhandene Rampe zu steil“, weiß Veitz. Zur künftigen Innengestaltung des Gotteshauses sind ebenfalls noch einige Themen ungeklärt, eine Sanierung oder Erneuerung des Glockenstuhls etwa oder die Wiederherstellung eines Mittelganges im Kirchenschiff. „Dazu wollen wir die Kostenentwicklung im Laufe des Baufortschritts abwarten“, plädiert Veitz für eine vorsichtige Strategie. „Denn Überraschungen sind bei Projekten dieser Größenordnung immer möglich.“

Was den an verschiedenen Stellen etwas angerosteten Glockenstuhl betrifft, sieht der Kirchpfleger zwar keine akute Gefahr. Dennoch würde eine zügige Instandsetzung begrüßen. Vorab allerdings müsste noch eine Anregung geprüft werden, die Veitz zufolge Pater Stefan Kling als Glocken-Beauftragter der Diözese eingebracht hatte: Ein Ersatz der stählernen Aufhängung durch ein Eichengestell, nicht zuletzt des schöneren Klanges wegen. Freilich auch mit deutlichen Mehrkosten. „Dafür haben wir momentan keine Mittel“, sagt Rimmel. Gleiches gilt für den wiederholt geäußerten Wunsch nach einem Mittelgang in der Sichtachse zum Altar. „Hier gibt es Argumente dafür und dagegen“, weiß der Pfarrer. Seine Marschroute: „Erst mal eine Kostenschätzung, aber auch eine Expertise des Kunstreferenten der Diözese.“

Veitz jedenfalls hat die mit einer Umgestaltung verbundenen Arbeiten schon einmal definiert. Demnach müssten nicht nur die Bänke aufgeschnitten und mit zusätzlichen Wangen versehen werden. Im Mittelteil bräuchte es überdies ein neues Fundament und neue Bodenplatten.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20ABR_1474.tif
Jahreskonzert

Verspätete Frühlingsgrüße

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser Morgen-Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen