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Weißenhorn

26.11.2018

IWF: Weißenhorner Narren auf Erfolgskurs

Günther Findler (links) gab sein Amt als Vereinssprecher an Linda Borst ab. Michael Riedel wurde als Vorsitzender der IWF einstimmig bestätigt.

Die Mitglieder der Interessengemeinschaft Weißenhorner Fasnacht blicken auf eine Rekordsaison zurück. Doch es gab auch kritische Töne bei der Jahresversammlung.

Es brodelt hinter den Kulissen der Interessengemeinschaft Weißenhorner Fasnacht (IWF). Daniel Bestle, Abteilungsleiter der „Giggalesbronzer“, erklärte in der Jahreshauptversammlung die Ursache: Sollen doch, den Gerüchten in der Fuggerstadt zufolge, die musikalischen Narren mit ihrem Brauch, in der Nacht zum Aschermittwoch an das Untere Tor zu pinkeln, der Grund für die aufwendigen Renovierungsarbeiten am historischen Bauwerk gewesen sein.

Das Gegenteil sei der Fall, stellte Bestle klar. Selbstverständlich war diese Äußerung des Abteilungsleiters nicht ernst gemeint – schließlich hat die Faschingssaison schon seit einigen Tagen begonnen. Deswegen teilte Bestle auch in seiner gewohnt humoristischen Manier aus. „Der Urinstein der ‘Giggalesbronzer’ ist unantastbar“, sagte er energisch.

Guggenmusik ist ein "absoluter Hochleistungssport"

Die Guggenmusik sei – im Vergleich zu dem was der TSV Weißenhorn oder die Stadtkapelle leisten – absoluter Hochleistungssport, erklärte Bestle danach und forderte deshalb, die Aktivitäten der „Giggalesbronzer“ müssten in Zukunft auch im Sportteil der Lokalzeitungen erwähnt werden. Seine Vereinskollegen quittierten diese Aussagen erwartungsgemäß mit tosendem Beifall.

Nicht ganz so lustig begann die Begrüßung durch den IWF-Vorsitzenden Michael Riedel. Er ging mit einigen Vereinsmitgliedern ins Gericht, die an Stammtischen schlecht über ihn geredet hätten: „Als ich vor sieben Jahren dieses Amt angetreten habe, wollten mir damals diese Leute keine Zukunft geben.“ Der Erfolg des Vereins sei jedoch den Mitgliedern zu verdanken, die miteinander reden und arbeiten, erklärte Riedel, der anschließend von der Versammlung einstimmig und ohne Gegenkandidat in seinem Amt bestätigt wurde.

Linda Borst ist neue Vereinssprecherin der IWF

Im Rückblick erwies sich vor allem der zehntägige Sommerbiergarten auch in diesem Jahr wieder als absolutes Zugpferd: Mit Einnahmen von rund 48000 Euro war die Veranstaltung finanziell doppelt so erfolgreich wie im vergangenen Jahr. Nahezu alle weiteren Abteilungen verzeichneten mit ihren Aktivitäten in der zurückliegenden Saison steigende Besucher- und Umsatzzahlen.

Als einzige personelle Veränderung im Vorstand zeichnete sich das Amt Vereinssprechers ab. Günther Findler ließ sich nach langjähriger Tätigkeit nicht mehr für eine Wiederwahl aufstellen. Linda Borst stellte sich dafür zur Verfügung und wurde von den anwesenden Mitgliedern ohne Gegenstimme gewählt. Alle weiteren Ämter des Vereins wurden von der Versammlung bestätigt.

Mit Blick auf die bevorstehenden närrischen Tage wies Riedel auf den 26. Januar hin. Auf dem Kirchplatz werden die Eschagore mit ihren Gästen traditionell den Narrenbaum schmücken. 19 Gruppen waren im vergangenen Jahr zu dieser Veranstaltung gekommen.

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