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27.07.2010

Im Norden floriert es, doch in der Innenstadt krankt's

Die Hauptstraße in Senden ist ein Sorgenkind. Schon lange müsste hier ein Lifting her. Doch aus Kostengründen wurde ein Umbau der Innenstadtzone bisher immer wieder vertagt. Foto: ast
Bild: ast

Senden "Wir sind das Einkaufszentrum in der Region." Das sagt Sendens Bürgermeister Kurt Baiker selbstbewusst - er hat alle Fäden in Sachen Wirtschaftsförderung in der Hand. Auf Anfrage des Stadtrates legt er heute Abend einen detaillierten Bericht zum Thema vor. Seine rechte Hand, Jürgen Schwer, hat interessante Fakten zusammen getragen, wo Senden im Vergleich zum Wettbewerb steht.

"Das hat uns selber überrascht", kommentiert Baiker Parameter wie etwa die sogenannte "einzelhandelsrelevante Kaufkraftziffer". Sie ist sogar höher als von Neu-Ulm oder Ulm, was bedeutet, dass Senden mindestens auf gleicher Augenhöhe mit dem Oberzentrum steht; teils sogar noch darüber.

Senden hat sich als zweitgrößte Stadt des Landkreises den Ruf als Top-Handelsstandort mit Fleiß und Vorausschau erworben. Man ist stolz darauf. Gleichwohl kommen in jüngster Zeit immer wieder kritische Stimmen aus der Region Ulm/Neu-Ulm. "Eifersüchteleien", wie es der Bürgermeister nennt, wenn seitens der IHK gemeckert wird - alles frei nach dem Motto: "Neid muss man sich erarbeiten." Bürgermeister Kurt Baiker freut sich über die Kaufkraft von außen.

Bei Baiker ist und bleibt die Wirtschaftsförderung deshalb Chefsache. Gespräche unter absoluter Vertraulichkeit hätten zu Ergebnissen wie der Reaktivierung des Illercenters oder der Ansiedlung von "Saturn" geführt. Viele Köche hätten da wohl nur den Brei verdorben.

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Investoren für den Marktplatz

NUZ-Informationen nach sollen erneut zwei potenzielle Investoren zur Bebauung des Marktplatzareals in Senden bereitstehen. Doch dazu müsste auch die Hauptstraße geliftet - sprich verkehrsberuhigt umgebaut werden.

Der Rathauschef bestätigt, dass dies eines der wichtigsten Themen der Stadtplanung in der Zukunft werde. Schließlich boomt der Sendener Norden - gleichzeitig aber krankt es in der City. Der Handel leidet unter dem Druck auf eigener Gemarkung und auch die Nachbarstädte schlafen nicht. Überall werden Innenstadtkerne umgestaltet, mit Plätzen versehen, Autos verträglich hinaus reduziert. Das fehlt bislang in Senden.

"Leider haben wir hier lange nichts investiert", so Baiker. Die Politik habe das alles auf Eis gelegt. Mittlerweile hat sich jedoch viel getan. So wird der Bereich Bahnhof durch die anstehende Umgestaltung zum S-Bahn-Knotenpunkt attraktiver werden.

Mit anderen Investoren sei man im Gespräch, um ein Briefverteilerzentrum an die Post anzugliedern. Grund genug, die Debatte neu aufzugreifen. Wäre da noch eine Fußgängerunterführung vom Stadtpark her. Sie verspreche eine weitere Anbindung von Menschen an die Innenstadt.

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