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20.10.2017

Im Studio plaudert es sich ganz entspannt

Im Gespräch: Stefan Oberdorfer und Dana Hoffmann.
Bild: Paolo Percoco

Roxy-Reihe startet mit Ulmer Hanfpapst

Mit dem „Roxy Studio“ hat ein neues Format seine Premiere im Kulturzentrum an der Donaubastion gefeiert: eine Talkrunde mit bekannten Ulmer Gästen, die sich dem Publikum mit Geschichten aus dem Nähkästchen vorstellen. In heimeliger Atmosphäre, hip-nostalgisch dekoriert mit Perser-Teppich, Oma-Sesseln, Dreibein-Beistelltisch, Zimmerpflanze und der passenden Hippie-Gießkanne, erwartete die Besucher ein entspanntes Gespräch zwischen Moderatorin Dana Hoffmann und Stefan „Obi“ Oberdorfer, dem Ulmer Hanfpapst und erstem Gast dieser neuen Reihe.

Der Eintritt war frei, die Bude voll mit Jung und Alt, Stehplätze links und rechts, Bier, Wein, Wasser, Schorle in den Händen. Wie auf einer WG-Party. Ganz anders also als im Kulturcafé, dem abgesetzten Vorgängerformat, das sonntagmorgens nicht ganz so leicht zu füllen und zumindest im Vergleich doch eher steif war. Auch ist das Studio schon der Kinobestuhlung wegen ein angenehmer Ort.

Und wie lief das Ganze ab? Eingangs gab Gastmusiker Bernie B. ein Solo am Flügel, später dann am Akkordeon eine Hymne auf die Füße des Gastes. Das Publikum sang mit. Im Gespräch entlockte Moderatorin dem Schwaben einige Geheimnisse und klärte so manches Gerücht auf. Das Gefühl, bei Hoffmann im Wohnzimmer zu sitzen, machte auch den Gast zunehmend entspannter. Die Lacher auf seiner Seite, sprach der Pionier seines Fachs über die Gründung der ersten Hanfshops und des ersten -restaurants im deutschen Süden. Mit schelmischem Gruß an die Beamten in Zivil erzählte er von den Querelen mit den Gesetzeshütern. Die seien laufend auf der Suche nach dem Gesetzesbruch seinerseits – den der dreifache Familienvater allerdings weder begeht, noch begehen will. Über seinen Antritt zur Oberbürgermeisterwahl 1999 und 2007 und seine Hochzeit mit Hanftorte plauderte Oberdorfer ebenso frei wie über seinen verlorenen Zeh („Obi hat 19“), wurde aber nie überheblich.

Im Anschluss gab es noch Hanfbier und Gespräche an der Bar. Ein gelungener Auftakt der neuen Reihe. Das nächste „Roxy Studio“ findet am 31. Januar mit Samy Wiltschek von der Kulturbuchhandlung Jastram statt. (pap)

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