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Oberfahlheim/Landkreis

02.08.2019

In Oberfahlheim gibt es einen Fall von Hasenpest

In Oberfahlheim ist ein Tier an der Hasenpest gestorben.
Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbolfoto)

In einem Revier in Oberfahlheim ist ein Fall von Hasenpest aufgetreten. Vor allem Jäger und Spaziergänger sollten jetzt vorsichtig sein.

Dass es sich tatsächlich um Hasenpest (Tularämie) handelt, ergab jetzt eine Untersuchung des toten Tieres, welches an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gesendet worden war. Der Hase stammte aus demselben Revier, in dem bereits im vergangenen Jahr ein Fall von Hasenpest nachgewiesen wurde. Das teilte das Landratsamt Neu-Ulm mit. Vor allem Jäger und Spaziergänger sollten vorsichtig sein, denn die Krankheit kann auch auf den Menschen übertragen werden. Das Landratsamt gibt deshalb Tipps zur Vorsorge.

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Wie es bei Mensch und Haustier zur Ansteckung kommen kann

Die Ansteckung von Menschen oder Haustieren erfolgt hauptsächlich über Haut- und Schleimhautkontakt mit infektiösem Material, wie beispielsweise den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem, kontaminiertem Fleisch. Überdies ist eine Infektion durch die Einatmung von Staub und Aerosolen beim Umgang mit infizierten Tierkörpern möglich. Diese Infektionsquelle ist insbesondere für Jäger beim Umgang mit toten Tierkörpern und für Spaziergänger beim direkten Kontakt mit infizierten Feldhasen von besonderer Bedeutung.

Das sind die Symptome bei der Hasenpest

Beim Menschen sind im Falle einer Erkrankung die Krankheitserscheinungen unspezifisch. Häufig treten grippeähnliche Symptome mit Kopf- und Gliederschmerzen nach drei bis fünf Tagen auf. Die Krankheit ist – rechtzeitig erkannt – gut therapierbar. Ein Impfstoff steht in Deutschland derzeit nicht zur Verfügung.

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Das rät der Veterinärdienst des Landratsamtes Neu-Ulm

Das Ansteckungsrisiko für den Menschen ist bei Einhaltung entsprechender Vorsichtsmaßnahmen sehr gering. Der Veterinärdienst des Landratsamtes Neu-Ulm empfiehlt, Fleisch von Feldhasen nur zu verzehren, wenn es vollständig durcherhitzt wurde. Außerdem soll jeder Kontakt mit tot aufgefunden Hasen oder sonstigen Wildtieren unterlassen und der zuständige Jäger benachrichtigt werden.

Um Haustiere vor einer Ansteckung zu schützen, sollte der Kontakt mit möglicherweise infizierten Nagern verhindert werden. Das Landratsamt rät, Hunde beim Gassigehen konsequent an die Leine zu nehmen. (az)

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