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Senden

29.06.2017

In Senden werden mehr Wohnungen gebaut

So soll das Gebäude mit 21 Wohnungen für Senioren aussehen. Im Erdgeschoss ist ein Café angedacht.
Bild: Maslowski Architekten (Visualisierung)

Die Stadt braucht mehr Bauland oder Häuser, um den steigenden Bedarf zu erfüllen. Der Bauausschuss hat nun einige Anträge genehmigt – und will andere noch prüfen.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Sendener Planungs-, Bau- und Umweltausschuss sich nahezu ausschließlich mit seinem bekanntesten Aufgabengebiet beschäftigt: Bauanträge und Voranfragen. Das bedeutet kurz gesagt: In Senden geht der Wohnungsbau voran. Durch die einzelnen Anträge werden vor allem Lücken geschlossen oder baufällige Gebäude durch andere ersetzt. Also das, was sich Räte und Verwaltung als Ziel gesetzt haben.

Genehmigt wurde ein Bauantrag der Firma Inhofer Wohnbau für 21 Wohnungen an der Ecke Harder-/Brahmsstraße in Senden. Das Gebäude wird aus drei Stockwerken und einem etwas zurückgesetzten vierten Geschoss bestehen.

Da der Antrag unter anderem ein Flachdach und zu wenige Stellplätze vorsieht, hat die Verwaltung ursprünglich empfohlen, ihn abzulehnen. Die Stadträte haben sich jedoch mehrheitlich pro Bauherr ausgesprochen. Inhofer Wohnbau hat mit 21 Stellplätzen geplant, die Satzung verlangt jedoch 1,5 Plätze pro Wohnung. Die Räte waren jedoch der Meinung, dass das geplante Haus aus Seniorenwohnungen besteht. Damit senkt sich die Vorgabe auf einen Stellplatz pro Einheit – und ist erfüllt.

Das Projekt in Senden heißt Seniorenwohnen

Stadtbaumeisterin Manuela Huber zeigte sich mit der Sichtweise einverstanden, stellte jedoch die Frage in den Raum: „Bedeutet seniorengerecht, dass es gleichzeitig eine Altenwohnung ist?“ Es komme darauf an, wie die Wohnungen bezeichnet werden – nun ist es Seniorenwohnen. Zudem ist in dem Gebiet ein Satteldach vorgegeben.

Dennoch waren die Räte mit dem geplanten Flachdach einverstanden. Gegenüber befinde sich ein Gebäude im ähnlichen Stil, sagte Walter Wörtz (CSU), außerdem entwickle sich die Innenstadt in diese Richtung. Dem Antrag wurde zugestimmt, der Bauherr muss lediglich einen Parkplatz ablösen oder die Fläche des geplanten Cafés um rund zwei Quadratmeter kleiner planen – dann ist ein Stellplatz weniger vorgegeben.

Auch in der Kemptener Straße in Senden soll ein Mehrfamilienhaus mit 18 Wohnungen entstehen. Die Voranfrage dafür genehmigten die Räte mit einer Auflage: Momentan fehlen noch fünf Stellplätze, die im Bauantrag dann nachgewiesen werden müssen.

Passt ein Mehrfamilienhaus nach Wullenstetten?

Eine Voranfrage für den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit zwölf Wohnungen in einer Hanglage in Wullenstetten haben die Räte hingegen vertagt. Im dörflichen Umfeld müsse man sich erst mal die Umgebung anschauen, deswegen wird nun ein Ortstermin angesetzt. Außerdem wollen die Stadträte sehen, wie die Fassade des Hauses einmal aussehen soll.

Lange diskutiert haben die Mitglieder des Gremiums über einen Bauantrag, in der Römerstraße in Wullenstetten ein Wohnhaus und einen Stadel umzubauen. Der Grund: die Parkplätze. Neun sind für das Bauvorhaben nötig, doch einer davon ist im Zweifel nicht nutzbar. Die Verwaltung spricht von einem „gefangenen“ und somit fehlenden Stellplatz. Die Räte haben dem Bauvorhaben zugestimmt – jedoch unter der Bedingung, für den fehlenden Stellplatz eine Ablösesumme in Höhe von knapp 20000 Euro zu bezahlen.

Die Diskussion ist geschlossen.

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