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Ulm

25.10.2020

In Ulm gibt's den Weihnachtsmarkt diesmal zum Mitnehmen

Karin Krings und Michael Speiser wollen mit ihrem Lieferservice das Ulmer Weihnachtsmarktgefühl nach Hause liefern. Feuerzangenbowle und andere Leckereien haben die beiden im Angebot.
Bild: Andreas Brücken

Plus Wirte stemmen sich gegen die Krise und wollen Glühwein & Co. nach Hause liefern. Doch sie räumen selbst ein: So wie sonst wird das nicht. Was Fans erwartet.

Süßlich duftende Mandeln aus dem Kupferkessel, scharfe Feuerwürste vom Grill und dampfend heißer Glühwein werden in diesem Jahr auf dem Ulmer Münsterplatz nur eine Erinnerung an vergangene Tage sein. Jüngst zogen die Verantwortlichen der Stadt die Konsequenzen aus der bedrohlichen Pandemielage und sagten den diesjährigem Weihnachtsmarkt ab. Die gleiche Entscheidung fiel in Neu-Ulm.

Für die Gastronomen wie Karin Krings vom Hotel Goldenes Rad in Ulm ein herber Schlag, der sie nicht nur geschäftlich trifft: „Schon meine Eltern hatten vor Jahrzehnten einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt.“ Auch Michael Speiser, der in normalen Jahren unter anderem das Weinfest auf dem Münsterplatz mitveranstaltet, ist Gastwirt aus Leidenschaft und darf im bevorstehenden Advent seine legendäre Feuerzangenbowle nicht auf dem Münsterplatz verkaufen. Wie viele Kunden auf das traditionelle Vorweihnachtsvergnügen verzichten müssen, können selbst die beiden Gastwirte nicht beantworten. Einige Tausende würden es jedoch schon sein, erklärt Krings.

Ulmer Weihnachtsmarkt fällt aus, Wirte organisieren Lieferservice

Um bei ihren Kunden nicht in Vergessenheit zu geraten, haben sich Krings und Speiser für dieses Jahr einen Lieferservice einfallen lassen. Zunächst habe man damit auf die ersten Anfragen von Firmen reagiert, die bereits im September an sie gestellt worden seien, wie Michael Speiser sagt. Je nach Wunsch und Bedarf haben die beiden verschiedene Angebote für Firmenfeiern und Privatleute. Ob die kleine Variante mit Feuerzangenbowle und Lebkuchen bis hin zum Flammkuchen, Suppe im Brotlaib oder einer Feuerpeitsche. Um das passende Vorweihnachtsgefühl aufkommen zu lassen, sollen die Leckereien festlich dekoriert geliefert werden. „Wir richten das Essen professionell an und heizen die Feuerzangenbowle mit einem Dreibein über dem Feuer an“, erklärt Speiser und fügt hinzu, dass für die Gastgeber ein rundum Sorglospaket geliefert würde, weil am Tag danach alles wieder von den Lieferanten abgeholt wird.

Ob sich die neue Geschäftsidee als Erfolgsgeschichte oder als Flop erweist, wollen die beiden Gastwirte nicht vorhersagen. Schließlich sei der Weihnachtsmarkt für Daheim auch für sie Neuland, wie sie erklären. Doch sei eine Fortsetzung auch im kommenden Jahr nicht auszuschließen, ergänzt Krings: „Wenn unsere Freunde und Fans nicht zu unserem Stand kommen dürfen, kommen wir eben zu ihnen.“ Gleichzeitig bleibt die Gastwirtin realistisch: „Es wird nicht so sein, wie auf dem Weihnachtsmarkt.“

Geliefert werden soll in der Zeit, während der Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz stattgefunden hätte, also von Montag, 23. November, bis zum Dienstag, 22. Dezember.

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