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Witzighausen

23.11.2018

In Witzighausen entstehen günstige Wohnungen

Und hoch die Schaufeln: (von links) Stellvertretender Landrat Roland Bürzle, der schwäbische Regierungspräsident Erwin Lohner, Sendens Bürgermeister Raphael Bögge und Marco-Manuel Reyes, Geschäftsführer der Sendener Wohnungs- und Städtebaugesellschaft, beim Spatenstich.

Die Sendener Wohnungs- und Städtebaugesellschaft startet ihr erstes Bauvorhaben für bezahlbaren Wohnraum. Auch der Witzighauser Dorfladen findet in einem der Häuser ein Plätzchen.

Viele Menschen haben nicht genug Geld, um die hohen Mietpreise bezahlen zu können, die auch in der Region verlangt werden. Gerade Alleinerziehende, junge Familien und Senioren sind davon betroffen. Für sie ist das Projekt in Witzighausen gedacht, zu dem gestern der Spatenstich stattfand: 32 bezahlbare Wohnungen entstehen an der Illerberger Straße am Witzighauser Ortsrand. Es ist das erste Bauvorhaben für bezahlbaren Wohnraum der Sendener Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG).

Marco-Manuel Reyes, Geschäftsführer der SWSG, wirkte sichtlich stolz auf „sein“ Projekt – und auch ein bisschen gerührt. „Das ist nicht irgendein Spatenstich, sondern der erste geförderte“, sagte er. Seit der Gründung der SWSG und seinem Arbeitsstart in Senden im März 2017 sei vieles passiert und vorangegangen. „Und jetzt geht es richtig los, ich kann es kaum erwarten, den Spaten zu heben“, sagte Reyes. Die geförderten Wohnungen in Witzighausen werden nicht die letzten der SWSG sein, kündigte Reyes an. In der Tat beginnen bereits die Planungen für weiteren Wohnraum an der ehemaligen Spinnerei in Ay (wir berichteten).

Senden soll noch mehr bezahlbare Wohnungen bauen

Der schwäbische Regierungspräsident Erwin Lohner lobte die gute Zusammenarbeit mit der SWSG. „Die Regierung von Schwaben würde sich freuen, wenn weitere Projekte in Senden folgen“, sagte Lohner. Denn die Region brauche dringend mehr Wohnraum zu erschwinglichen Preisen. Der Regierungspräsident forderte Bürgermeister Raphael Bögge und SWSG-Geschäftsführer Reyes am Ende seiner Rede noch einmal deutlich dazu auf, weitere Projekte anzugehen. „Wir werden diese gerne unterstützen.“ Das tut die Behörde auch schon in Witzighausen. Die SWSG erhalte einen Zuschuss von 700000 Euro, zudem ein günstiges Darlehen in Höhe von 4,1 Millionen Euro.

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Stellvertretender Landrat Roland Bürzle zeigte sich angetan von dem Bauprojekt. Im Kreis Neu-Ulm fehlten 5000 Wohnungen, von denen Senden ein Fünftel bauen wolle, darunter 300 bezahlbare Wohnungen. „Die Stadt ist damit auf einem guten Weg“, sagte Bürzle. Diesen sieht auch Sendens Bürgermeister Raphael Bögge. Schon jetzt bestehe ein reges Interesse an neuem Wohnraum in Senden, sagte der Rathauschef. Die Häuser in Witzighausen seien „nahezu ideal“, denn sie beinhalten viel Positives: Komfort, gute Anbindung im öffentlichen Nahverkehr durch das Bähnle, bezahlbare Flächen und eine Nahversorgung direkt vor Ort.

Der Dorfladen zieht in eines der vier Häuser ein

Damit spielte der Bürgermeister auf den Dorfladen an, der ebenso ein Teil des Bauprojekts ist. Er soll auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern die Bürger im Ort und der Umgebung versorgen und als Treffpunkt dienen. Der Dorfladen wird auf Basis einer haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft betrieben, die nach genossenschaftlichen Prinzipien aufgestellt ist und der die Anteilseigner angehören. Wie bereits bei der Gründungsversammlung angekündigt wurde, bekommt der Dorfladen nun die Leader-Förderung in Höhe von 50000 Euro. Die Steuerungsgruppe habe dem zugestimmt, sagte Bögge beim Spatenstich.

Nach den Reden wurden zur Freude des SWSG-Geschäftsführers Reyes endlich die Spaten in die Erde gestoßen und damit der Start des Wohnprojekts eingeläutet. Im Januar 2020 soll alles bereits fertig und der Dorfladen eröffnet werden. Am Witzighauser Ortsrand stehen dann vier Häuser in Holzständerbauweise mit Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen. Die Häuser werden teilweise unterkellert. Für die Bewohner stehen künftig achtundzwanzig Parkplätze bereit. Laut Stellplatzsatzung der Stadt Senden sind für den öffentlich geförderten Wohnungsbau 0,5 Stellplätze je Wohneinheit nötig. Somit plant die SWSG mehr Parkplätze ein, als sie müsste. Die Wohnungen sind für Menschen mit geringem Einkommen, die Miete wird wohl fünf Euro pro Quadratmeter kosten.

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