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Oberkirchberg

10.04.2019

In diese Grube wird bald ein Supermarkt gebaut

Auf dem Areal der ehemaligen Brauerei Möhle in Oberkirchberg fand nun die Grundsteinlegung für das Nahversorgungszentrum statt.
Bild: Andreas Brücken

In Oberkirchberg findet die Grundsteinlegung für das Nahversorgungszentrum statt. Viele Bürger informieren sich. Welche Rolle die Sendener Feuerwehr spielt.

Ein riesiges Loch prangt in Oberkirchbergs Mitte, zahlreiche Menschen stehen an der Straße und schauen in die Grube: Hier sollen einmal Wohnungen und ein Supermarkt entstehen. Zuvor stand auf dem 4500 Quadratmeter großen Areal die ehemalige Möhle-Brauerei.

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Das Projekt wird von der Firma Sen und Kramer geplant, die nun den offiziellen Spatenstich mit Grundsteinlegung veranstaltete. Mit einem Spezialtiefbau wurde der Hang abgesichert, meterhoch ragen nun die Platten vom Grund der Baugrube zum oben liegenden Weg. In den Hang wird der Supermarkt gebaut, der im hinteren Bereich keine Fenster benötigt, zudem entsteht darunter eine Tiefgarage. Über dem Komplex werden 28 Wohnungen gebaut.

Supermarkt, Bäcker, Bankfiliale kommen

Neben dem Supermarkt sollen weitere Einheiten zugunsten der Nahversorgung in Oberkirchbergs Mitte entstehen, unter anderem eine Bankfiliale und einen Bäcker. Gute Nachrichten für die Einwohner der baden-württembergischen Gemeinde neben Senden, denn der Ort bietet derzeit keinerlei Einkaufsmöglichkeiten. Und auch die bayerischen Nachbarn sollen von dem Vorhaben profitieren: Von Ay aus sind es nämlich keine zwei Kilometer bis zum geplanten Supermarkt in Oberkirchbergs Mitte. Die Bauherren hoffen bei dem Projekt Nahversorgung auf die rund 6500 Einwohner aus Ay. Denn um den Markt wirtschaftlich zu betreiben, brauche es mehr Kunden als die 2000 Einwohner aus Oberkirchberg.

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Hasan Sen blickte bei der Grundsteinlegung zurück auf die Entstehung des Projekts. Lange habe man sich davor eine Nahversorgung im Ort gewünscht und dafür gekämpft, so Sen. Nun sei es so weit. Die Auflagen seien hoch gewesen, doch mithilfe des Gemeinderats und auch des neuen Betreibers des Supermarkts habe man dies alles gemeistert. „Man baut schließlich nicht alle Tage einen Supermarkt, da muss man ganz schön viel beachten“, sagte Sen.

Eine Zeitung in die Kapsel bei der Grundsteinlegung

Er dankte allen am Projekt beteiligten Partnern sowie dem Zweiten Bürgermeister aus Illerkirchberg Giuseppe Lapomarda und Sendens Bürgermeister Raphael Bögge für die Zusammenarbeit. Bögge sagte vor Ort, die Nahversorgung für die Bewohner der Sendener Enklave Illersäge sei wichtig und Senden damit selbstverständlich für das Projekt zu haben gewesen. Zudem ging Hasan Sens Dank an die Sendener Feuerwehr. Diese stehe im Notfall mit ihrer Drehleiter zur Verfügung und biete damit den benötigten zweiten Rettungsweg.

Sen betonierte bei der folgenden Grundsteinlegung unter anderem eine Ausgabe der Neu-Ulmer Zeitung sowie Baupläne, Schnaps und persönliche Gegenstände in einer Zeitkapsel ein.

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