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Ulm

13.07.2018

In einem Haus namens „Ypsilon“ leben und arbeiten

Links „Das Ypsilon“, rechts die Bus- und Tramhaltestelle Ehinger Tor.
Bild: Ralf Grimminger, Ulmer Pressedienst

Das Gebäude soll den vernachlässigten Knotenpunkt Ehinger Tor aufwerten. Innen entstehen Büros, Geschäfte, Wohnungen – und eine neue Form von Unterkünften.

Rund 27 Millionen Euro kostet das zehnstöckige Hochhaus „Das Ypsilon“ am Ehinger Tor in Ulm. Während der Bauarbeiten musste zeitweise sogar eine Art Tunnel für die Linienbusse an der wichtigen Haltestelle errichtet werden. Nur so konnten Verkehr und Betonier-Arbeiten gleichzeitig laufen. Am Donnerstag feierte der Ulmer Investor Volker Munk mit rund 130 Gästen Richtfest.

Der Bau des Gebäudes befindet sich 22 Monate nach Baubeginn im Kosten- und Zeitrahme. Im Februar 2019 soll „Das Ypsilon“ fertig sein Der Ulmer Baubürgermeister Tim von Winning lobte in seinem Grußwort beim Richtfest den Bauherrn Volker Munk, „der sich an diesen Ort gewagt hat“. Von Winnung sprach von einem sehr städtischen Entwurf „mit einer schönen urbanen Mischung aus Einzelhandel, Dienstleistung und Wohnen“. Das Gebäude werde diesem vom Verkehr so geprägten Bereich beim Ehinger Tor ein neues Gesicht und eine freundliche Atmosphäre geben. Auf Wunsch des Gemeinderats wurde das Gebäude drei Etagen höher gebaut als ursprünglich geplant.

Mit dem „Ypsilon“ entstehe ein „markantes neues Tor zur Ulmer Innenstadt“, sagte Volker Munk. Das zehn Etagen hohe Gebäude werte den Bereich um das Ehinger Tor deutlich auf. Statt eines tristen Bürgersteigs werde es künftig einen hellen, freundlichen Platz geben, der durch die Einzelhandels- und Dienstleistungsflächen aufgewertet wird. Munk sprach von ganz neuen Form von Wohnen und Arbeiten in Ulm. Im Ypsilon entstehen auf etwa 600 Quadratmetern Räume für Geschäfte und auf rund 3300 Quadratmetern Büros. Das Erdgeschoss mit seinen hohen Fenstern wird komplett für Einzelhandel und Dienstleistung genutzt. Zudem soll das Haus 23 Eigentumswohnungen und 18 Mikro-Appartements beherbergen. Sie sollen eine Art Bindeglied zwischen Hotel und Wohnung darstellen und sich an Mieter auf Zeit richten. Auch im neu gestalteten Dichterviertel entstehen solche Einheiten. Im Ulmer Gemeinderat kommt dieses Konzept sehr gut an.

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Das markante, in Alu verkleidete Gebäude soll den Platz heller und freundlicher machen. Das Ehinger Tor wurde städtebaulich eher vernachlässigt. Am Verkehrsknotenpunkt gegenüber des Universum Center gibt es Nachholbedarf – ein Grund für das ausführliche Lob des Baubürgermeisters an den Investor.

Nicht nur aus dessen Sicht bietet der Standort eine ideale Verkehrsanbindungen. Zum einen gelangt man zu Fuß schnell zum Ulmer Hauptbahnhof oder in die Einkaufsstraßen, zum anderen erreicht man mit nur einer Straßenbahnhaltestelle den Zug und somit die schnelle Anbindung nach Stuttgart oder München Auch die Autofahrer gelangen schnell zu sämtlichen wichtigen Verkehrsachsen.

„Das Ypsilon“ werde vielfältig genutzt werden, sagte Volker Munk. Über den Laden- und Dienstleistungsflächen im Erdgeschoss entstehen sich auf vier Stockwerken großzügige Büroflächen in der Größe von 155 Quadratmeter bis 900 Quadratmeter. Im Turmgebäude werden in den Etagen vier und fünf die sogenannten Mikro-Apartments mit einer Wohnfläche zwischen 28 und 35 Quadratmetern untergebracht. Ab dem Stock werden Eigentumswohnungen mit einer Fläche von 49 bis 175 Quadratmeter gebaut, die meisten davon mit Loggien und nach Süden oder Westen ausgerichtet. „Fast 90 Prozent der Wohnungen sind auf der verkehrsabgewandten Seite positioniert“, beschreibt Unternehmer Volker Munk. „Man kann kaum glauben, dass man so zentral wohnt und den Verkehr dennoch nicht wahrnimmt“.

Die Handelsflächen im Erdgeschoss sind alle bereits vergeben. Groß ist auch das Interesse an den darüberliegenden Büroräumen, für die sich nicht nur wichtige, regionale Unternehmen interessieren. Für ein Drittel der Büros wurde schon ein Nutzer gefunden.

Der Verkaufsstart der Wohnungen und Gewerbeflächen beginnt im August. Dieser wurde nach Angaben des Unternehmers bewusst nach hinten geschoben, damit das Gebäude in seiner vollen Dimension sichtbar wird. „Die Interessenten sollen nicht nach Plan kaufen, sondern sehen, was sie erwerben“, sagte Munk. (az/mase)

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