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Bayerns Ministerpräsident Söder will Corona-Regeln in Kommunen an Grenzwerte koppeln

25.06.2009

Ins Messer

Ließen da etwa ein Bürgermeister und eine SPD-Fraktionschefin eine Stadtjugendpflegerin öffentlich und bewusst ins Messer laufen? Das Diskussionsgebaren in der jüngsten Kulturausschusssitzung erweckte den Anschein. War das gar ausgemacht, um jemanden vorzuführen?

Die Sendener Stadtjugendpflegerin und ihr Fachbereichsleiter standen (saßen) jedenfalls ein wenig begossen da, als es um das Gewaltpräventionsprojekt ging. Okay, sie hätten es wissen können (müssen), dass gerade bei diesem Thema Diplomatie gefragt ist. Und: Ein paar Details mehr im Programm hätten der Präsentation gut getan. Genau das war nämlich der Kritikpunkt. Vorhersehbar - und: Die Peinlichkeit wäre vermeidbar gewesen.

Allerdings: Wenn sich nicht einmal ein Bürgermeister sicher ist, wer im Haus für welche Zuschuss-Anträge bei der EU zuständig ist und die angebliche Kompetenz dafür einem seiner Beamten zuschiebt, da müsste sich das Stadtoberhaupt eigentlich schon selbst an die Nase fassen. Schließlich ist Geld grundsätzlich Chefsache.

Doch: Sollten er und andere im Rat mit der Stadtjugendpflegerin ein Problem haben, und das nicht erst seit gestern - wieso lässt man alle Beteiligten dann weitermachen wie bisher? 20 000 Euro für ein Gewaltpräventionsprojekt - mit realistisch betrachtet - nicht wirklich nachweisbarem Erfolg - sind dafür echt zu teuer.

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