Newsticker

Rekord-Neuinfektionen in den USA: Trump tritt mit Mund-Nasen-Schutz auf
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Insekten zählen, fotografieren - und bei der Aktion von NUZ und LBV mitmachen

Neu-Ulm

30.05.2020

Insekten zählen, fotografieren - und bei der Aktion von NUZ und LBV mitmachen

Die Aktion „Insektensommer“ soll auch Aufschluss darüber geben, wieweit sich der Asiatische Marienkäfer in Deutschland verbreitet hat.
Bild: Felix Kästle/dpa (Symbolbild)

Bei der Mitmachaktion von LBV und Nabu können Bürger Insekten zählen, melden und fotografieren. Wir veröffentlichen die schönsten Bilder aus dem Landkreis Neu-Ulm.

Wem in der Corona-Krise langweilig ist, dem bieten die Naturschutzverbände jetzt eine Abwechslung: Noch bis Sonntag, 7. Juni, und vom 31. Juli bis 9. August kann man deutschlandweit „Bürgerforscher“ spielen und Insekten melden. „Insektensommer“ heißt die Aktion der Naturschutzverbände Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) und Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Im Landkreis Neu-Ulm bieten NUZ und die LBV-Kreisgruppe zudem einen besonderen Service an: Wer ein Foto per E-Mail einschickt, kann erfahren, um was für ein Insekt es sich genau handelt – und die interessantesten Fotos werden in der Zeitung abgedruckt.

Das Ganze läuft so ähnlich ab wie bei der bekannten „Stunde der Gartenvögel“: Beobachten und zählen können alle – und fast überall, ob im Garten, auf dem Balkon, in Park, Wiese, Wald und Feld, an Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll lediglich nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang. Dabei sollte es warm, trocken und windstill sein.

Aktion "Insektensommer": Wir veröffentlichen die interessantesten Bilder

Jeder gesichtete Sechsbeiner soll LBV und Nabu gemeldet werden. Besonders soll aber auf Marienkäfer geachtet werden, von denen es in Deutschland 70 verschiedene Arten gibt. Immer öfter ist der Asiatische Marienkäfer zu beobachten, der auch Harlekin-Marienkäfer genannt wird. Die invasive Art brachten Menschen erst vor wenigen Jahren zur Schädlingsbekämpfung nach Europa – und seitdem hat er sich sehr stark ausgebreitet und teilweise die heimischen Arten verdrängt. Mit den Meldungen beim Insektensommer wollen die Verbände herausfinden, wie weit der fremde Marienkäfer bereits bei uns gekommen ist. Gemeldet werden die Beobachtungen online unter www.lbv.de/insektensommer.de. Dort gibt es auch noch mehr Informationen rund um die Aktion.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die Aktion „Insektensommer“ findet dieses Jahr zum dritten Mal statt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich bundesweit 16300 Menschen mit über 6300 Beobachtungen. Über 950 Meldungen haben bayerische Naturfreunde abgegeben – das ist nach Ansicht von Ralf Schreiber von der LBV-Kreisgruppe „noch ausbaufähig“. Er wird auch versuchen, die eingesandten Fotos so genau wie möglich zu bestimmen. „Ich lass mich mal überraschen, ob seltene Arten dabei sind und welche Arten ich selber noch nicht kenne“, sagt der Biologe, der sich schon auf die Fotos freut. (az)

Wer sein gefundenes Insekt bestimmen lassen will, schickt das Foto per E-Mail an redaktion@nuz.de, und gibt dabei bitte den Fundort des Insekts sowie seine Telefonnummer für Rückfragen an. Die interessantesten Bilder werden in der NUZ veröffentlicht. Beachten Sie die Hinweise zum Datenschutz und die Informationspflichten nach Art. 13 DSGVO, auch unter Telefon 0821/777-2355.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren