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Landkreis Neu-Ulm

01.12.2020

Inzidenz-Wert über 200: Diese neuen Corona-Regeln gelten ab Mittwoch im Kreis Neu-Ulm

Im Landkreis Neu-Ulm hat es bislang 2583 bestätigte Fälle gegeben.
Bild: Kaya

Zum 1. Dezember tritt in Bayern die neue Verordnung der Infektionsschutzmaßnahmen in Kraft. Für den Kreis Neu-Ulm hat das sofortige Auswirkungen.

Für den Landkreis Neu-Ulm gelten ab Mittwoch, 2. Dezember, zusätzliche Regelungen im Rahmen der Corona-Pandemie. Hintergrund ist die neue Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die am Dienstag, 1. Dezember, in Kraft getreten ist. Darin sind zusätzliche Maßnahmen geregelt, wenn ein Landkreis die Sieben-Tage-Inzidenz von 200 und 300 Fällen pro 100.000 Einwohner überschreitet.

Corona im Landkreis Neu-Ulm: Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 217,5

Wie das Landratsamt Neu-Ulm mitteilt, lag laut Robert Koch-Institut am Dienstag die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Neu-Ulm bei 217,5. Mit der Überschreitung des Grenzwertes gilt ab 2. Dezember folgendes:

  • Märkte zum Warenverkauf sind untersagt (zum Beispiel Flohmarkt, Handwerkermarkt). Ausgenommen ist der Verkauf von Lebensmitteln auf Wochenmärkten.
  • Präsenzunterricht an Musikschulen und Fahrschulen ist untersagt. Digitale Angebote sind möglich.
  • An allen Schulen ist ab der Jahrgangsstufe 8 durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass auch im Unterricht zwischen allen Schülern und Lehrkräften ein Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend eingehalten werden kann. Dies kann insbesondere durch Wechselunterricht umgesetzt werden. Ausgenommen sind Schulen zur sonderpädagogischen Förderung, die Abschlussklassen und die gymnasiale Oberstufe.

Die Regelungen gelten bis auf Weiteres. Das Landratsamt habe die Möglichkeit, diese außer Kraft zu setzen, wenn die 7-Tage-Inzidenz mindestens sieben Tage in Folge den Wert von 200 unterschreitet, heißt es in der Mitteilung. Hierbei werde neuerdings auf die Werte, die das Robert Koch-Institut veröffentlicht, zurückgegriffen.

Corona-Zahlen im Kreis Neu-Ulm steigen: Appell aus dem Landratsamt

Ziel der neuen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sei es, den Anstieg an bestätigten Fällen weiter einzudämmen. Nur so lasse sich eine drohende Überlastung der Gesundheitsverwaltung sowie des medizinischen Sektors vermeiden. "Wir wissen um die Beeinträchtigungen, die wir alle wegen der Maßnahmen hinnehmen müssen. Im Sinne derer, die schwer oder gar lebensbedrohlich erkranken, bitten wir aber um Vorsicht, Rücksicht und Zusammenhalt in Zeiten, die alle vor enorme Herausforderungen stellen. Wir konnten einen unkontrollierten Anstieg der Infektionszahlen vermeiden, jetzt müssen wir es schaffen, diese wieder zu senken", so das Neu-Ulmer Landratsamt.

Insgesamt wurden für den Landkreis Neu-Ulm bislang 2583 bestätigte Fälle gemeldet. Von diesen bestätigten Fällen befinden sich aktuell 336 Personen in Quarantäne, 29 Personen sind verstorben. (az)

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