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Verkehr

30.03.2013

Jetzt geht’s los: Baubeginn Neubaustrecke Wendlingen–Ulm

Viel diskutiertes Großprojekt beginnt mit einem Tunnel

Ulm/Merklingen Die Deutsche Bahn AG beginnt für die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm mit dem Bau des Tunnels Widderstall. Hierzu wird ab Montag, 8. April, die Park- und WC-Anlage „Albhöhe“, die im Abschnitt der Bundesautobahn 8 zwischen Hohenstadt und Merklingen in Fahrtrichtung München liegt, für die Dauer von rund zwei Jahren bis voraussichtlich März 2015 gesperrt.

Mit dem Bau beauftragt ist eine Arbeitsgemeinschaft unter Federführung der Firma Wayss & Freytag Ingenieurbau aus Stuttgart. Das Auftragsvolumen des 962 Meter langen Tunnels liegt bei rund 37 Millionen Euro.

Zunächst wird nach Angaben der Bahn für die Sicherheit im Straßenverkehr am Fahrbahnrand der A8 eine 1300 Meter lange Betonschutzwand errichtet, durch die die Baugrube abgesichert wird. Deshalb muss in diesem Bereich eine Geschwindigkeitsbeschränkung eingerichtet werden. Der Bau der Schutzwand ist während einer Nachtbaustelle bei einspuriger Verkehrsführung vorgesehen. Nach Fertigstellung des Eisenbahntunnels voraussichtlich im November 2015 wird die Betonschutzwand entfernt.

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Die Neubaustrecke soll 2,9 Milliarden Euro kosten

Der Tunnel Widderstall wird in offener Bauweise hergestellt. Er liegt in seiner gesamten Länge parallel zur Bundesautobahn8, die nach Fertigstellung des Tunnels auf sechs Fahrstreifen ausgebaut werden kann. Die über dem Tunnel liegende Parkplatz- und WC-Anlage der Autobahn wird vor dem Aushub der Baugrube abgerissen und nach Fertigstellung und Verfüllung des Tunnels neu errichtet.

Um die Dauer der Schließung möglichst kurz zu halten, wird der Tunnel in zwei Bauabschnitten hergestellt.

Das Projekt Stuttgart 21, das unter anderem die Tieferlegung des Hauptbahnhofs in der Landeshauptstadt vorsieht, sollte ursprünglich maximal 4,5 Milliarden Euro kosten. Nach neuen Berechnungen geht die Bahn von 5,6 Milliarden aus. Hinzu kommen weitere Risiken von bis zu 1,2 Milliarden Euro. Die ICE-Neubaustrecke Ulm-Wendlingen, die bislang planerisch mit Stuttgart 21 verknüpft ist, soll nach bisherigem Stand 2,9 Milliarden Euro kosten. (heo)

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