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Abschluss der Landesgartenschau

06.10.2008

Jetzt kann Neu-Ulm aufblühen

Bild: Roland Furthmair

Geschafft. Jetzt haben die Stadt Neu-Ulm und ihre gut 50.000 Einwohner auch noch das letzte der vielen Großereignisse der vergangenen Jahre hinter sich gebracht. Am Sonntag schloss die Landesgartenschau endgültig ihre Pforten. Von Alf Geiger

Von Alf Geiger, Neu-Ulm

Geschafft. Jetzt haben die Stadt Neu-Ulm und ihre gut 50.000 Einwohner auch noch das letzte der vielen Großereignisse der vergangenen Jahre hinter sich gebracht. Am Sonntag schloss die Landesgartenschau endgültig ihre Pforten - nach 164 Tagen, in denen mehr als 800.000 Besucher über die drei Gelände flaniert sind.

Nicht nur auf dieses Rekordergebnis waren Umweltminister Otmar Bernhard (CSU) und Landwirtschaftsminister Josef Miller (CSU) stolz: Zum ersten Mal kehrte eine Gartenschau auch an ihre "Wurzeln" zurück - schon 1980, vor 28 Jahren, war Neu-Ulm Schauplatz einer LGS.

Wo früher die Stiefel amerikanischer GIs aneinanderknallten, liegt heute der grüne Campus des Hochschul-Neubaus im Wiley-Gelände. Wo früher US-Soldaten in tristen Kasernen auf ihre Rückkehr warteten, ist eine bunte Multikulti-Wohnwelt im Vorfeld entstanden. Wo früher ein riesiges Bahngelände die Stadt am bayerischen Donauufer in zwei Teile zerriss, düsen die Züge weitestgehend unter der Erde durch die Neu-Ulmer Innenstadt. Das Glacis-Gelände ist zu einem blühenden Bindeglied zwischen Innenstadt und südlich gelegenen Wohnquartieren gewachsen.

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Die Gartenschau war der letzte Mosaikstein in einer Reihe von Projekten, die in der knapp 200 Millionen Euro teuren Tieferlegung der Bahngleise ihren Höhepunkt hatten. Mit der LGS bekam die Stadt - von vielen als "hässliches Entlein" neben der stolzen Schwesterstadt Ulm belächelt - ihr dringend notwendiges Facelifting.

Elf Millionen wurden investiert, um das rund 30 Hektar große LGS-Areal vom Charme einer Industriebrache zu befreien und im wahrsten Wortsinn aufblühen zu lassen.

Das weitläufige Campus-Gelände neben der Hochschule war zwar für manchen Gartenschau-Fan gewöhnungsbedürftig und wurde vom gebürtigen Neu-Ulmer Harald Schmidt gar scherzhaft mit "Vietnam nach der Entlaubung" verglichen - die hier entstandenen Sport- und Freizeitmöglichkeiten suchen ihresgleichen. Das gärtnerische Herz der LGS im Vorfeld ließ die Herzen der Blumenfreunde höher schlagen, auch wenn mancher über die weiten Wege stöhnte. Nicht typisch für eine "Garten"-Schau war das Glacis-Gelände neben der tiefergelegten Bahn: Hier überraschte die LGS mit architektonischen Hinguckern und Wohnideen.

Das war freilich kein Zufall, denn hier soll künftig auch ein neues, innerstädtisches Wohnquartier entstehen. Vor kurzem hat der Stadtrat hier den Bau von achtgeschossigen Häuserblocks für 360 Wohnungen genehmigt und zudem soll schon ab Frühjahr 2009 hier ein riesiges Einkaufszentrum mit fast 25.000 Quadratmetern Verkaufsfläche aus dem Boden gestampft werden. Hier soll künftig das urbane, großstädtische Herz Neu-Ulms schlagen.

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