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Ulm

15.02.2020

"Jugend forscht" in Ulm: Mehl-Kleber und Wasserstoff-Bike

Julian Ruess mit seinem Elektro-Fatbike mit Brennstoffzellen-Antrieb. Der umgebaute Akku hat eine Reichweite von 260 Kilometern.
Bild: Lena Hutter

Plus Zahlreiche Jugendliche wollen mit ihren Ideen die „Jugend forscht“-Jury überzeugen – viele präsentieren bei der Ausstellung in der Donauhalle ausgefallene Kreativität.

Mit Kreativität, Erfindergeist und besonders viel Einsatz tüfteln die Teilnehmer des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ jährlich an ihren Projekten. So auch in diesem Jahr: Bereits zum 17. Mal richtet die Innovationsregion Ulm den Wettbewerb unter Leitung der Geschäftsführerin Uschi Knapp aus. Das diesjährige Thema lautet: „Schaffst du!“ Die 93 Teilnehmer, unter ihnen 18 Mädchen, präsentieren insgesamt 47 Projekte aus sieben verschiedenen Fachgebieten. Der Bereich Technik ist wie in den vergangenen Jahren am stärksten vertreten.

Neben dem Wettbewerb „Jugend forscht“ gibt es noch den Teil „Schüler experimentieren“ für jüngere Teilnehmer. Je nach Alter sind die Anforderungen in den verschiedenen Projekten unterschiedlich. Die Aufgaben der Älteren haben dabei einen starken Forschungscharakter. Wettbewerbsleiter Jochen Krüger sagt zu dem Hintergrund des Wettbewerbs: „Es geht um die Beantwortung einer Forschungsfrage.“ Er gibt die Aufgabe nach acht Jahren ab.

"Jugend forscht" in Ulm: 93 Teilnehmer sind dieses Mal dabei

Mit den Projekten sind zahlreiche verschiedene Ideen innovativ umgesetzt worden. Zum Beispiel das Projekt der Teilnehmer Lea Banhardt und Leon Altenried vom Hans-Multscher-Gymnasium Leutkirch. Sie haben aus alltäglichen Stoffen wie Zucker, Mehl und Dextrin einen starken und unschädlichen Kleber entwickelt. Lea erklärt: „Wir können uns vorstellen, dass Kinder das einfach zusammenmischen und damit dann basteln.“ Eine andere Richtung schlagen Elijah Keifert und Andreas Bierbaum vom Robert-Bosch-Gymnasium in Langenau ein. Sie haben sich damit beschäftigt, wie Herzzellen einen synchronen Herzschlag erzeugen und wie der Regelmechanismus der Herzzellen Störungen ausgleichen kann.

"Jugend forscht" in Ulm: Mehl-Kleber und Wasserstoff-Bike

Auch auf den ökologischen Fußabdruck wird bei „Jugend forscht“ geachtet. Julian Ruess von der Robert-Bosch Schule in Ulm hat sich an die Entwicklung eines mit Brennstoffzellen angetriebenen E-Bikes gemacht. Als Grundlage hatte der 17-Jährige ein Elektro-Fatbike, ein E-Bike mit besonders dicken Reifen. „Ich war schon immer sehr Wasserstoff-interessiert“, sagt Ruess und fügt hinzu: „Meine Mutter ist schon wahnsinnig geworden, weil es keine anderen Themen außer dem Projekt gab.“ Als Fahrradschloss verwende er „so ne Boa constrictor, also so ein ganz fettes Ding“ – als Sicherheitsmaßnahme. Ruess macht deutlich: „Ich habe da sehr viel Herzblut reingesteckt.“ Damit spricht er sicherlich für viele.

"Jugend forscht"-Jury besteht aus 26 Mitgliedern

Bewertet werden die Projekte von 26 Jury-Mitgliedern. Um eine möglichst faire Bewertung zu garantieren sind die Preisrichter in Zweierteams unterwegs. „In die Bewertung fließt eine ganze Reihe von Kriterien mit ein“, meint Krüger. Unter anderem die Themenfindung, die Qualität des Endprodukts, der Eigenanteil der Arbeit und auch die Präsentation. Doch der Wettbewerbsleiter stellt klar: „Wichtig ist, dass sich die Teilnehmer mit dem Projekt identifizieren.“ Jeder, der Interesse hat und die Teilnahmebedingungen einhält, darf an dem Wettbewerb teilnehmen. „Die meisten Projekte werden sicherlich in der Schule entwickelt“, sagt Knapp. Doch es gibt auch sogenannte „Garagenprojekte“. Das sind Projekte, die nur zu Hause entstehen, unabhängig von schulischen Institutionen.

Die öffentliche Ausstellung der Projekte findet statt am Samstag, 15. Februar, von 10.30 bis 14.30 Uhr in der Donauhalle auf dem Ulmer Messegelände. Die Feierstunde mit Preisvergabe beginnt um 15 Uhr.

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