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28.06.2009

Jugendhaus wieder in ruhigem Fahrwasser

Vöhringen (ub) - Stadtjugendpflegerin Kerstin Maier ist ein Jahr im Amt. Jetzt hat sie erstmals vor dem Stadtrat den obligatorischen Rechenschaftsbericht vorgelegt. Dass sie in Zukunft den Kontakt zur Jugend außerhalb des Jugendhauses (Juha) ausbauen will, brachte ihr Lob von Jürgen Frank (CSU) ein. Frank gilt als Befürworter einer Jugendarbeit, die sich auf das konzentriert, was draußen vor der Tür geschieht.

Nach Auskunft der Jugendpflegerin stießen die Aktionen Ferienspaß und Adventstage im vergangenen Jahr wieder auf große Resonanz. Auch die Teilnahme am Spiele- und Familientag war erfolgreich, zumal vorher eine Anzahl neuer Spiele getestet wurden, die dann zum Einsatz kamen. Seit Februar laufen, laut Maier, die Vorbereitungen für den diesjährigen Ferienspaß, der ein Jubiläum feiert: Er wird 30 Jahre alt.

Kooperation zwischen Jugendhaus und Schulpsychologin

Neu war in diesem Jahr die Aktion Kids-fit in der ersten Pfingstferienwoche. "Das war auf Anhieb ein Erfolg", resümierte die Jugendpflegerin. Ein Schwerpunkt dabei waren Ernährungsfragen. Da fand Kerstin Maier in Susanne Kirchheim von der Stadtverwaltung eine kompetente Beraterin. Für die Jugend werden Streetball- und Billardturniere geboten, ebenfalls Konzerte von Rockbands. Vor allem sei aber die Kooperation zwischen Jugendhaus und Schulpsychologin im vergangenen Jahr wichtig, ebenso die Zusammenarbeit mit dem Drob Inn in puncto Drogenprävention.

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Laut Maier gibt es 44 junge Leute im Alter zwischen 12 und 20 Jahren, die zu den ständigen Besuchern des Jugendhauses gehören. Das Durchschnittsalter liegt bei rund 16,1 Jahren. Mädchen sind die jüngeren Besucher. "Es sind fast ausschließlich Jugendliche mit Migrationshintergrund, die ins Jugendhaus kommen", sagt Kerstin Maier.

Dass es vor einem halben Jahr nicht immer friedlich zugegangen sei, räumte die Jugendpflegerin ein. Damals gab es Randale im Juha (wir berichteten). Im Dezember musste das Haus sogar für zwei Tage geschlossen werden, um ein Zeichen zu setzen. Einigen Jugendliche wurde Hausverbot erteilt. An Aktivitäten fehlt es nicht, so gibt es eine Box AG, bei der Jugendliche ihre Aggressionen kontrolliert abreagieren können, die Koch AG ist ein Angebot, das ebenfalls gerne angenommen wurde. Angedacht sei ein Speed-Dance-Kurs.

Der Ausbau der freien Jugendarbeit soll erweitert und ausgebaut werden. Bürgermeister Karl Janson begrüßte die Kooperation mit der Hauptschule ausdrücklich. Die Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring gestalte sich positiv. Im Moment, so Janson, könne die Stadt froh sein, dass im Jugendhaus alles gut laufe. Aber es erfordere die ständige Präsenz von Personal. Der diesjährige Ferienspaß werde ein großes Angebot für Kinder bieten. 26 Betreuer stehen für den Freizeitspaß zur Verfügung.

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