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Ulm/Schelklingen

31.01.2019

Jugendliche Brandstifter wegen versuchten Mordes angeklagt

Zwei Jugendliche sollen ein Haus in Brand gesetzt haben.
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Die Staatsanwaltschaft Ulm wirft den beiden vor, im Oktober ein Haus in Schelklingen angezündet zu haben. Bei der Tat waren die Angeklagten 16 und 17 Jahre alt.

Zwei junge Männer müssen sich wegen versuchten Mords vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Ulm wirft den beiden vor, in der Nacht auf den 29. Oktober 2018 ein Dreifamilienhaus in Schelklingen im Alb-Donau-Kreis angezündet zu haben. Die Angeklagten waren zur Tatzeit 16 und 17 Jahre alt. Die Behörde hat Anklage zur Großen Jugendkammer des Landgerichts Ulm erhoben.

Die Jugendlichen sollen demnach neben diversen Diebstählen aus unverschlossen abgestellten Autos im Oktober 2018 ebenfalls in Schelklingen in das Wohnhaus eingedrungen sein, um dort Wertsachen zu stehlen. In das Gebäude gelangten sie laut Anklage mit einem bei einem früheren Diebstahl erlangten Schlüssel. Aus Verärgerung, nichts Brauchbares gefunden zu haben, sollen sie das Gebäude in Brand gesetzt haben. Dass in dem Dreifamilienhaus zu diesem Zeitpunkt drei Bewohner schliefen und durch das Feuer oder die entstehenden Rauchgase zu Tode kommen könnten, sollen die beiden Angeschuldigten billigend in Kauf genommen haben. Glücklicherweise wurden die Bewohner durch die Rauchmelder geweckt, so dass sie sich nahezu unverletzt aus dem Gebäude retten konnten. Eine Frau erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung. Die Feuerwehr löschte den Brand. Dennoch entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 50 000 Euro.

In rechtlicher Hinsicht geht die Anklagebehörde aus von einem gemeinschaftlichen versuchten Mord mit gemeingefährlichen Mitteln und aus niederen Beweggründen in drei Fällen, sowie von schwerer Brandstiftung. Gegen die beiden Jugendlichen, die ihre Beteiligung bei dieser Tat bestreiten, erging jeweils Haftbefehl, so dass sie sich in Untersuchungshaft befinden. (az)

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