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05.11.2019

Jugendliche haben gute Ausbildungschancen

Die Ausbildung zum Industriemechaniker ist beliebt.

Im Landkreis Neu-Ulm hat es mehr Bewerber als Stellen gegeben. Das trifft besonders zwei Branchen

Bewerber für eine Ausbildung hatten im Landkreis Neu-Ulm auch in diesem Jahr die Wahl: 1335 Ausbildungsstellen wurden im Kreis für das Berufsjahr 2018/19 gemeldet – demgegenüber standen 1125 Bewerber, die die Agentur für Arbeit bei der Suche nach einer Stelle unterstützt hat. Richard Paul, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Donauwörth, die auch für den Landkreis Neu-Ulm zuständig ist, spricht deshalb von einem sogenannten „Bewerbermarkt“. Paul erklärt: „Das heißt, wir haben mehr gemeldete Berufsausbildungsstellen als Bewerber.“

Das sei einerseits eine „angenehme Situation für die Schüler, die auswählen können und oftmals in ihrem Wunschberuf eine Ausbildung beginnen“. Demgegenüber hätten Betriebe zunehmend Schwierigkeiten, ihren Bedarf an Nachwuchskräfte zu decken. Das liegt laut Paul am demografischen Wandel sowie dem „Trend zu einem längeren Verbleib im Schulsystem“. Hinzu kommt: Im Berichtsjahr 2018/19 wurden 1335 Ausbildungsstellen 129 mehr gemeldet als im Vorjahr. Die Zahl der Bewerber ist dagegen um 48 Jugendliche gesunken. Somit entfielen auf einen Bewerber 1,19 Berufsausbildungsstellen. Besonders trifft das den Einzelhandel und das Nahrungsmittelhandwerk – hier blieben besonders viele Stellen unbesetzt. Ein Trend, den es laut Auch bereits seit einigen Jahren gibt.

Ebenfalls wenig geändert hat sich bei den Wunschberufen, „sie sind lediglich im Ranking mal einen Platz nach oben oder unten gerutscht“, berichtet Auch. Ganz vorne rangierte der Kaufmann im Büromanagement, es folgten Industriemechaniker, Industriekaufmann, medizinische Fachangestellte sowie Kfz-Mechatroniker in der Autotechnik.

Zum Stichtag Ende September waren im Agenturbezirk noch 182 unbesetzte Ausbildungsstellen und sieben unversorgte Bewerber gemeldet. „Für diese Jugendlichen gilt es jetzt, adäquate Alternativen zu finden, denn das Ende eines Berichtsjahrs ist nicht das Ende der Vermittlungsaktivitäten“, so Agenturleiter Auch. Zudem meldeten sich auch jetzt noch Jugendliche, die beispielsweise keinen Studienplatz gefunden haben und nun doch eine – auch duale – Ausbildung anstreben.

Agenturleiter Auch wirbt für das duale Ausbildungssystem, denn: „Ein Berufsabschluss senkt deutlich das Risiko, arbeitslos zu werden.“ Außerdem hätten qualifizierte Mitarbeiter über die gesamte Dauer ihres Berufslebens die besseren Verdienstmöglichkeiten. Zudem appelliert er an Auszubildende, die beispielsweise Probleme wegen schlechter Noten haben, mit der Berufsberatung Kontakt aufzunehmen, die hier Unterstützung bieten kann. (az)

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