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Ulm

03.03.2016

Junge Asylbewerber betreiben einen schwunghaften Drogenhandel

Bei jungen Asylbewerbern hat die Polizei Drogen gefunden.
Bild: Polizei (Symbolbild)

Die Staatsanwaltschaft Ulm berichtet über Straftaten, die von Flüchtlingen begangenen wurden. Einen gravierenden Anstieg der Fallzahlen sieht sie aber nicht.

Spätestens seit den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln wird über das Thema Flüchtlingskriminalität kontrovers diskutiert. Noch liegt die offizielle Kriminalstatistik mit den Zahlen für vergangenes Jahr für Ulm noch nicht vor. Doch die Staatsanwaltschaft Ulm hat jetzt in ihrer Jahrespressekonferenz dargestellt, wie sie die Lage einschätzt und welche schwerwiegenden Fälle es in jüngster Zeit gab.

„Wir haben keinen gravierenden Anstieg feststellen können“, berichtete Oberstaatsanwalt Michael Bischofberger über Straftaten, die durch Flüchtlinge begangen wurden. Im Bereich Drogenkriminalität schnappten die Ermittler voriges Jahr allerdings mehr als ein Dutzend Tatverdächtige. Dabei ging es um den Handel mit Marihuana. „Afrikanische Asylbewerber haben in Ulm teilweise den Markt übernommen“, sagte Bischofberger. Die Drogen seien auch an Minderjährige abgegeben worden. Tatort war unter anderem der Kobelgraben. Bei zwei Razzien im Frühjahr und Herbst wurden 15 junge Männer im Alter von 18 bis 29 Jahren festgenommen. Insgesamt seien zwei Kilogramm Marihuana sichergestellt worden. Einer der Flüchtlinge, der der Polizei die Hintermänner genannt hatte, kam mit einer Bewährungsstrafe davon. Alle übrigen seien zu Freiheitsstrafen zwischen einem Jahr und drei Monaten und zwei Jahren verurteilt worden. Bischofberger spricht von einer „Null-Toleranz-Politik“.

Zwei Fälle von sexueller Nötigung durch Flüchtlinge

Im Januar und Februar habe es zudem zwei Fälle von sexueller Nötigung durch Flüchtlinge gegeben. In beiden Fällen wurden Frauen auf dem Nachhauseweg bedrängt, einmal in der Ulmer Innenstadt und einmal in der Unterführung beim Ehinger Tor. Die Tatverdächtigen seien ein 20 Jahre alter Mann aus Nigeria und ein 26-jähriger Syrer. Es werde geprüft, ob einer der beiden auch für einen Überfall auf eine junge Frau in der Silvesternacht verantwortlich ist.

Junge Asylbewerber betreiben einen schwunghaften Drogenhandel

Wie berichtet, war an einer Bushaltestelle in der Westerlinger Straße eine 18-Jährige von einem Unbekannten festgehalten und zu Boden gestoßen worden. Als sie laut schrie, ließ der Täter von ihr ab und flüchtete. „Es gibt diese Fälle, aber es ist nicht so, dass wir hier ein Massenphänomen hätten“, sagte Michael Bischofberger. Zum Vergleich: Insgesamt verzeichnete die Staatsanwaltschaft Ulm im vergangenen Jahr 295 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, wozu auch Vergewaltigung und sexueller Missbrauch von Kindern zählen.

Unter dem Begriff „sonstige Delikte“ taucht in der Statistik der Staatsanwaltschaft Ulm ein großer Anteil von Straftaten auf, die ausschließlich von Asylbewerbern begangen wurden. Das sind Delikte nach dem Ausländer- und Asylverfahrensgesetz – 873 insgesamt. Theoretisch mache sich jeder Asylbewerber, der aus einem sicheren Drittstaat nach Deutschland einreise, strafbar, sagte Leitender Oberstaatsanwalt Christof Lehr. „Wir haben uns entschlossen, dass wir diese Straftaten nicht verfolgen, sondern wegen Geringfügigkeit einstellen.“

Die Strafverfolgungsbehörde befasst sich auch mit mehreren Fällen, bei denen Asylbewerber Opfer von Straftaten wurden. So gab es in den vergangenen Monaten im Kreis Göppingen zwei Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, bei denen zum Glück niemand verletzt wurde. Einmal soll ein Täter aus der rechten Szene ein Laken vor einem Versorgungszelt, auf dem „Willkommen“ stand, angezündet haben. Ein anderes Mal kippten Unbekannte Schweinblut und Innereien auf ein Zelt. Keinen ausländerfeindlichen Hintergrund vermutet die Staatsanwaltschaft hingegen bei dem Brand Anfang des Jahres in der Hindenburgkaserne in Ulm. „Hier haben wir einen Wachmann in Verdacht“, sagte Christof Lehr. „Wir vermuten, dass das Motiv Frustration war.“ Verletzt worden war bei dem Feuer in der Flüchtlingsunterkunft am Eselsberg niemand.

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Die Diskussion ist geschlossen.

05.03.2016

"Junge Asylbewerber betreiben einen schwunghaften Drogenhandel Die Staatsanwaltschaft Ulm berichtet über Straftaten, die von Flüchtlingen begangenen wurden"

Beruhigend, dass die Fallzahlen nicht "gravierend" angestiegen sind.... (Ironie)

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03.03.2016

Irgendwie müssen diese Leute doch ihren Unterhalt bestreiten, denn dazu sind sie doch zu uns gekommen.

Aber wie sagte unsere Bundeskanzlerin ? "Wir schaffen das"

Ich glaube auch fest daran. IRONI

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