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21.07.2010

KAB: Bürgerbegehren gegen verkaufsoffenen Sonntag in Senden

Senden Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) in Senden denkt über ein Bürgerbegehren zum verkaufsoffenen Sonntag nach.

Wie berichtet hatte sich die KAB schon immer sehr kritisch zum Thema geäußert - und nun hat Senden sogar noch einen weiteren offenen Sonntag pro Jahr beschlossen.

Das Sendener Vorstandsteam der KAB hat in seiner aktuellen Sitzung den Beschluss des Sendener Stadtrates, einen zweiten verkaufsoffenen Sonntag einzuführen, erneut außerordentlich bedauert. Leider seien die Einwände, die nicht zuletzt durch die "Allianz für den freien Sonntag" vorgetragen wurden, nicht gehört worden.

Bedenken wurden schriftlich mitgeteilt

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Die Sendener KAB-Teamsprecherin Hannelore Beck dankte der Betriebsseelsorgerin Martina Berndt-Hoffmann, die im Namen der Sonntagsallianz, zu der auch die KAB gehört, ihre Bedenken gegen eine Ladenöffnung am Sonntag den Stadträten per Brief mitgeteilt hatte. Ebenso dankte sie den Stadträtinnen und Stadträten, die sich für den Schutz des Sonntags starkgemacht hatten. "Natürlich haben wir die Entscheidung des Stadtrates zu respektieren," so Hannelore Beck, "aber wir fragen uns, ob sie wirklich die Mehrheitsmeinung der Sendener Bevölkerung abbildet."

In der KAB Senden wird nun überlegt, ob eine direkte Befragung der Bürgerinnen und Bürger ein gangbarer Weg sein könnte. Ein Bürgerbegehren zum Sonntagsschutz würde allen Sendenern die Möglichkeit geben, selber in dieser wichtigen Frage zu entscheiden.

Weiter aktiv für den Sonntagsschutz

Auf jeden Fall wird die KAB Senden für den Sonntagsschutz aktiv bleiben "um Gottes und der arbeitenden Menschen willen", wie Präses Ulrich Hoffmann betont: "Mehr denn je müssen wir um eine menschenfreundliche Kultur kämpfen, die nicht den Kommerz an die erste Stelle setzt, sondern das Wohl der Menschen und ihre Beziehungen in Ehe, Partnerschaft, Familie und Freundeskreisen."

Der Vorsitzenden des Industrie-, Handels- und Gewerbevereins in Senden (IHGV), Joachim Reck, berief sich auf NUZ-Anfrage auf den Beschluss des Stadtrates. Mehr sei dazu nicht zu sagen.

Der IHGV hatte den zweiten verkaufsoffenen Sonntag beantragt. (ast)

Die Diskussion ist geschlossen.

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