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Hauptausschuss

29.06.2012

Kapelle soll in altes Gerätehaus einziehen

Verein will Gebäude künftig als Probenraum nutzen

Neu-Ulm Die Feuerwehrkapelle Pfuhl will das alte Feuerwehrgerätehaus als Probenraum nutzen. Dafür bezahlt sie den Gebäudewert, 70000 Euro, an die Stadt Neu-Ulm und baut das Haus um. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses haben die Verwaltung nun beauftragt, die Verhandlungen für die Ausgabe eines Erbbaurechtes zu führen.

Verwaltung lässt Nutzungskonzept ausarbeiten

Nachdem die Feuerwehr aus dem alten Gerätehaus ausgezogen war, entschied der Stadtrat Ende 2010, dass die Verwaltung ein Nutzungskonzept für das Gebäude erstellen soll. Interesse bekundeten die Ortsgruppe der Arbeiterwohlfahrt (Awo), der Singverein und die Pfuhler Seejockel, die das Haus als Lager für Requisiten verwenden wollten. Die Nutzung des Gebäudes als Vereinshaus für mehrere Vereine hat laut Verwaltung aber einen Haken: Die Stadt müsste als Träger auftreten und die notwendigen Investitionen für den Umbau tragen. Ein möglicher Verkauf des Gerätehauses samt Grundstück, beispielsweise an einen Gewerbebetrieb, könnte zwar 180000 Euro bringen. Jedoch würde damit die Raumproblematik für Feuerwehr und Awo nicht gelöst. Deshalb empfiehlt die Verwaltung, das Haus an die Feuerwehrkapelle zu vergeben. Wie Oberbürgermeister Gerold Noerenberg erklärte, sei das Haus „erheblichst im sechsstelligen Bereich sanierungsbedürftig“.

Kapelle soll in altes Gerätehaus einziehen

„Ich zolle dem Verein vollen Respekt, dass sie die Herausforderung annehmen“, sagte SPD-Fraktionschef Karl-Martin Wöhner und stimmte dem Vorschlag der Verwaltung zu. Wenn der Vertrag abgeschlossen ist, solle der Punkt zur Wiedervorlage in den Haupt- und Finanzausschuss kommen. „Das ist unser Wunsch“, sagte Wöhner.

Hochachtung vor großer Eigenleistung

Seine „Hochachtung“ brachte Alfred Schömig (FDP) zum Ausdruck, der Verein zahle 70000 Euro Ablöse. Johannes Stingl (CSU) lobte die „hohe Eigenleistung“, mit der sich der Verein einbringe. Rainer Juchheim (Grüne) erklärte, dass die Stadt im Vergleich zu einem Verkauf gut 100000 Euro Verlust mache, „aber das sollte uns die Feuerwehrkapelle wert sein“. (mick)

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