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Weißenhorn

27.05.2015

Kasse zu – Badegäste sauer

Vormittags ist die Kasse am Weißenhorner Freibad geschlossen.
Bild: Alexander Kaya

Personalabbau sorgt in Weißenhorn für Unmut. Jetzt will die CSU oer Antrag einen Job schaffen

Erst ab 12 Uhr geöffnet: Die Kasse des Weißenhorner Freibads ist künftig wie berichtet nicht mehr so häufig besetzt – so will die Stadt Kosten sparen. Ersatzweise stehen Automaten bereit, an denen die Gäste Eintrittskarten kaufen können. Das beschwört unter den Fans des Bads nun Ärger herauf – davon zeugen zahlreiche Wortmeldungen in der Weißenhorn-Gruppe im sozialen Netzwerk Facebook.

Einerseits versagten die Geräte ab und an offenbar den Dienst. Andererseits werde das Bad durch die geschlossene Kasse unpersönlicher. Auch CSU-Fraktionschef Franz Josef Niebling ist nach eigenen Angaben beim Eintritt kürzlich „baden gegangen“. Er überlegt sich nun, einen Antrag im Rat vorzubringen.

Die Wut unter einigen Weißenhornern scheint groß: „Was machen die denn da?“, fragt ein Nutzer mit Blick auf die eingeschränkten Kassenöffnungszeiten. Ein anderer findet: „Eine Tradition stirbt.“ Seine Frage: „Ist Weißenhorn so arm und unmenschlich?“ Eine Frau kommentiert, der Badespass beginne schon beim Eintritt. Beim Anstehen lasse es sich mit anderen Wartenden und dem Kassenpersonal nett plaudern. „Sowas gehört zu einer gemütlichen Kleinstadt dazu“, schreibt sie. Unpersönliches sollte Großstädten vorbehalten bleiben. Eine andere Nutzerin pflichtet ihr bei: „Am falschen Ende gespart“,

CSU-Fraktionschef Niebling hat den Automaten kürzlich vormittags getestet – jener habe den Dienst verweigert und die Kasse sei nicht besetzt gewesen. Der Bademeister habe zwar dann für alle geöffnet, allerdings seien Kinderwagen und Rollstuhlfahrer bis zum Eintreffen des Kassenpersonals um 12 Uhr ausgesperrt geblieben – das Drehkreuz sei nur etwa über 50 Zentimeter breit. Diesen „mangelhaften Zustand“ werde er Bürgermeister Wolfgang Fendt melden, so Niebling. Die CSU-Fraktion wolle einen Antrag einreichen, wonach die Kasse wieder voll besetzt werden soll. Nach Nieblings Ansicht könnte ein 400-Euro-Job ausreichen.

Im Rathaus gibt es aktuell noch keinen Anlass zum Handeln. Hauptamtsleiterin Katrin Geiger verweist auf die zurückliegende Stadtratssitzung, in der Bürgermeister Fendt die finanzielle Situation des Bads angesprochen hatte. So müsse die Stadt jährlich 250000 Euro aufbringen. Nun soll gespart werden. Geiger: „An dieser Situation hat sich nichts geändert.“ (caj)

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