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Politik

07.02.2014

Kein Bonus für den Amtsinhaber

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Gerhard Hölzel

Nach sechs Jahren werden zwei wichtige Posten im Neu-Ulmer Rathaus vakant. Für einen gibt es bereits einen Kandidaten, doch der ist dem Stadtrat offenbar nicht genug

Neu-Ulm Die ganz große Strukturreform im Neu-Ulmer Rathaus ist vorerst ausgeblieben, da machte eine geschlossene Opposition im Stadtrat Oberbürgermeister Gerold Noerenberg einen Strich durch die Rechnung (wir berichteten). Alles soll bleiben, wie es ist, lautete daher am Mittwochabend im Rat die Devise – allerdings mit zwei Ausnahmen, die es jedoch in sich haben.

Amtszeiten laufen aus

Denn zum 30. April laufen die Amtszeiten des Zweiten Bürgermeisters Gerhard Hölzel und des Stadtbaudirektors Andreas Neureuther aus. Beide Stellen sollen erneut mit berufsmäßigen Stadträten besetzt und daher neu ausgeschrieben werden. Während Hölzels Posten als Fachbereichsleiter für Schulen, Kultur, Sport und Soziales auch aufgrund des Alters des 70-Jährigen vakant wird, sieht die Sachlage im Fachbereich für Stadtentwicklung, Umwelt und Hochbau deutlich anders aus. An dessen Spitze sitzt seit sechs Jahren Andreas Neureuther, der das nur zu gerne auch noch weitere sechs Jahre tun würde. Seine erneute Bewerbung um den Posten hat er bereits angekündigt.

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Doch ganz so leicht wird ihm das wohl nicht gelingen, denn offenbar ist man sowohl im Rathaus als auch im Stadtrat der Meinung, dass es möglicherweise bessere Kandidaten für das Amt des Stadtbaudirektors geben könnte. Anders lässt sich kaum erklären, dass die Räte mit großer Mehrheit ablehnten, in die öffentliche Ausschreibung den durchaus gängigen Zusatz „Der Stelleninhaber bewirbt sich“ mit aufzunehmen. Mancher befürchtet, dass dadurch externe Bewerber abgeschreckt werden könnten. „Man wolle eine Auswahl der Besten“, hieß es. Dazu könne am Ende natürlich der amtierende Stadtbaudirektor Neureuther zählen – oder aber auch nicht.

Neureuther selbst nahm die Abstimmung im Stadtrat äußerlich gelassen zur Kenntnis und betonte gestern, dass er die Entscheidung nicht als politische Ohrfeige für sich empfunden habe, sondern weiterhin positiv in die nächsten Wochen gehen werde. Unter seiner Leitung sei in den vergangenen sechs Jahren in Neu-Ulm viel bewegt worden, was er auch in seiner neuerlichen Bewerbung hervorheben werde: „Da muss ich mich nicht verstecken.“

Wer am Ende Neu-Ulms Stadtbaudirektor wird oder bleibt, liegt in den Händen des Stadtrates, der am 10. April darüber zu entscheiden hat. Eine Findungskommission – bestehend aus dem Oberbürgermeister, einem Vertreter der Personalverwaltung, je zwei Fraktionsmitgliedern der CSU und SPD und je einem Vertreter der anderen Fraktionen – soll vorab eine Vorauswahl treffen.

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