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Senden

21.11.2020

Kein Sprengel mehr: Grundschulen in Senden tun sich zusammen

Die drei Sendener Grundschulen gehören ab dem kommenden Schuljahr einem Verbund an. Damit können sie leichter zusammenarbeiten – und der Schulsprengel fällt weg.

Plus In Senden entsteht ab dem kommenden Schuljahr ein Grundschulverbund. Damit fällt der bisherige Sprengel weg – doch die Kinder sollen trotzdem wohnortnah zur Schule gehen.

Die drei Sendener Grundschulen bilden ab dem kommenden Schuljahr 2021/22 einen Schulverbund. Das haben sich alle Schulleiter so gewünscht und es bietet auch für die gesamte Organisation des Schulbetriebs in der Stadt Senden und den Stadtteilen Vorteile. Eine entscheidende Änderung betrifft den Schulsprengel, der als Folge ab dem kommenden Schuljahr nicht mehr besteht. Damit entfallen Gastschulverhältnisse oder Zuweisungen durch das Schulamt.

Der Sprengel regelt je nach Wohnort, auf welche Schule ein Kind gehen muss. Doch teilweise wohnen Kinder in einem bestimmten Sprengel, der Weg zu einer anderen Schule wäre aber sicherer oder gar kürzer. Zudem sind viele Schulen überfüllt, während andere teilweise noch Kapazitäten haben. Im Bedarfsfall lässt sich das in Zukunft flexibler regeln, so kann auch eine gleichmäßigere Auslastung der einzelnen Schulen sichergestellt werden. Ausnahmen gelten auch, wenn an einer der drei Grundschulen ein bestimmtes Bildungsangebot besteht, das für das jeweilige Kind wichtig ist.

Sendener Kinder sollen trotzdem wohnortnah zur Schule gehen

Generell gilt aber auch in Zukunft ohne festen Sprengel: Für die grobe Planung bleibt es dabei, dass Kinder auf die Grundschule kommen, die in der Nähe ihres Zuhauses liegt. Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rudolf (CSU) beruhigte: „Die Kinder werden nicht ab nächstem Schuljahr wild im Stadtgebiet verteilt, sondern bleiben in der Nähe ihres Wohnortes.“

Auch die einzelnen Schulen bleiben trotz ihrer „Mitgliedschaft“ im Verbund weiterhin eigenständig und behalten ihr spezielles Profil. Eine der drei Schulleiterinnen – Christine Kröner von der Bürgermeister-Engelhart-Schule mit Außenstelle Aufheim, Claudia Schuster von der Grundschule Wullenstetten oder Dagmar Theurer von der Grundschule Ay – übernimmt die Aufgabe der Verbundkoordinatorin.

Der Verbund erleichtert Sendener Schulen die Zusammenarbeit

Die Möglichkeit, einen Schulverbund auf Grundschulebene zu gründen, gibt es seit dem Jahr 2016. Zwei Sendener Schulen hatten bereits vor einiger Zeit den Vorstoß dazu gemacht, damals scheiterte das Projekt an der Zustimmung der dritten Schule. Mittlerweile sind aber alle drei Schulleiterinnen dafür und überzeugt, dass es die Arbeit in bestimmten Bereichen wie der Organisation im Sekretariat oder bei Infoveranstaltungen erleichtert.

Der zuständige Geschäftsbereichsleiter in der Verwaltung, Walter Gentner, wagte zudem bereits einen Blick in die Zukunft: Wenn im Rahmen des geplanten Schulzentrums an der Langen Straße mitsamt neuer Sporthalle auch eine zusätzliche Grundschule gebaut wird, sei es einfacher, diese neue Schule einer bestehenden zuzuordnen, als eine neue Schule zu gründen. Dazu wiederum brauche es den Schulverbund. Die Mitglieder des Sozial-, Bildungs- und Kulturausschusses stimmten einstimmig zu. Damit gibt es im nächsten Schuljahr im „Grundschulverbund Senden“ nur noch einen Sprengel, nämlich das Gebiet der Stadt Senden.

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